Die israelische Natur- und Parkbehörde kündigte am Dienstag die erste Phase der Wiedereröffnung der Nationalparks und Naturschutzgebiete im Norden Israels an, wobei die ersten Parks am Mittwoch wiedereröffnet werden sollen. Die Entscheidung erfolgt nach monatelanger Schließung aufgrund des anhaltenden Konflikts mit der Hisbollah-Terrorgruppe im Libanon.
Umweltschutzministerin Idit Silman begrüßte die Wiedereröffnung als einen „aufregenden und hoffnungsvollen Moment“ nach einem Jahr der Kämpfe, die den Norden Israels verwüstet haben. „Die Möglichkeit, in die großartigen Landschaften des Nordens zurückzukehren und sie zu besichtigen, ist ein Hoffnungsschimmer für die Wiedervereinigung mit unserer Natur, unserem Land und unserem Erbe“, sagte sie.
In der ersten Phase werden sieben Gebiete wiedereröffnet:
- der Baram-Nationalpark,
- das Hula-Naturreservat,
- der Achziv-Nationalpark,
- der Yehiam-Nationalpark,
- der Hazor-Nationalpark,
- das Nahal-Amud-Naturreservat und der
- Nimrod-Festungs-Nationalpark.
Sechs Gebiete bleiben jedoch zur Sanierung geschlossen, darunter das Naturreservat Ein Afek und das Naturreservat Nahal Hermon (Banias).
Raya Shoraki, CEO der israelischen Natur- und Parkbehörde, erklärte: „Wir freuen uns, die nördlichen Gebiete, von denen einige seit Beginn des Konflikts mehr als ein Jahr lang geschlossen waren, wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Mitarbeiter der Behörde arbeiten fleißig daran, alle Standorte vorzubereiten und einzurichten, um Besucher an den geliebten Stätten, die wir alle vermisst haben, willkommen zu heißen.“
Während diese Wiedereröffnung ein Gefühl der Erneuerung vermittelt, sind die Narben des Konflikts im Norden Israels noch immer deutlich zu sehen. Die Angriffe der Hisbollah haben die Landschaft der Region verwüstet und über 57.000 Hektar Land verbrannt. Die Brände haben nicht nur natürliche Lebensräume zerstört, sondern stellen auch eine große Herausforderung für die örtlichen Gemeinden und die Tierwelt dar.
Siehe: Der Norden Israels brennt
Israels Wälder und Felder im Norden des Landes tragen die Narben zahlreicher Brände. Die geschwärzte Erde und die verkohlten Bäume erinnern stark an den anhaltenden Konflikt. Die Geschäftsführerin des Keren Kayemeth LeYisrael-Jewish National Fund Northern Region, Shali Ben Yishai, bezeichnete den Krieg Anfang des Jahres als „die größte Naturkatastrophe seit der Gründung Israels, und es wird Jahre dauern, sie zu beheben“.
Als Reaktion auf diese Herausforderungen hat der KKL-JNF im September rund 5 Millionen Dollar (4,7 Mio. Euro) zur Unterstützung Nordisraels zugesagt. Mit diesen Mitteln soll die Fähigkeit der Region gestärkt werden, Brände zu bekämpfen und ihre natürlichen Ressourcen zu schützen.
(JNS)




