Hamas bricht Waffenruhe

Sollten zwei Raketen in Richtung Beersheva für die Einheit in Gaza sorgen?

von Israel Heute Redaktion |
Ismail Haniyeh Foto: Majdi Fathi/TPS

Um 1:56 Uhr in der Nacht zum Samstag ertönten die Sirenen in der Stadt Beersheva und der Umgebung. Der am Donnerstag früh verkündete Waffenstillstand wurde ein weiteres Mal gebrochen. Zwei Raketen wurden vom Gazastreifen aus in die Richtung der Hauptstadt des Negevs, wie Beersheva auch genannt wird, abgefeuert. Das Raketenabwehrsystem Iron Dome konnte beide Raketen abwehren.

Auch, wenn dies nicht das erste Mal ist, wo eine Waffenruhe gebrochen wird, kam dieser Angriff für viele Bürger der Stadt überraschend. So überraschend, dass einige öffentliche Schutzräume sogar verschlossen waren. Eine stressige Situation für die Menschen.

Die Reaktion auf den Raketenbeschuss ließ nicht lange auf sich warten. Die israelische Luftwaffe griff erstmals wieder Terrorziele der Hamas an und nicht, wie bisher, Ziele des Islamischen Jihad. Denn diesmal geht man davon aus, dass Kämpfer der Hamas für den Raketenbeschuss verantwortlich waren und sich damit gegen die Entscheidung des politischen Arms der Hamas stellten, bei der gegenwärtigen „Runde“ unbeteiligt zu bleiben.

Aber vielleicht wollten die Hamas-Terroristen auch beweisen, dass sie trotz der Rivalität mit dem Islamischen Jihad im Kampf gegen Israel hinter ihm stehen. In der vergangenen Woche wurde eine Delegation der Hamas aus dem Trauerzelt des von der israelischen Luftwaffe liquidierten Jihad-Führers al-Ata mit Steinwürfen vertrieben. Die Jihad-Anhänger nahmen es der Hamas übel, bei der letzten Auseinandersetzung mit Israel unbeteiligt an der Seite gestanden zu haben.

So scheint der Raketenbeschuss in Richtung Beersheva durch die Hamas eine Garantie dafür zu sein, dass man weiterhin zusammenhält, was den gemeinsamen Kampf gegen den israelischen Feind betrifft.

Gestern war es dann Hamas-Führer Ismail Haniyeh selbst, der der Familie des getöteten Jihad-Führers al-Ata einen Trauerbesuch abstattete. Er wurde nun nicht mit Steinen vertrieben.

„Wir werden das Blut unserer Märtyrer und Führer nicht gefährden“, sagte Haniyeh während des Besuchs. Unsere Partnerschaft kann nicht zerstört werden. Diese Runde ist nicht die letzte und die Rechnung mit dem Feind noch nicht beglichen.“

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