Guten Morgen Israel – Zahnbehandlung in der neuen Welt

In der neuen Welt des Coronavirus muss man erfinderisch sein

von Anat Schneider | | Themen: Guten Morgen
Foto: Nati Shohat/Flash90

Boker Tov liebe Leser!

Ich habe meine Mutter seit Wochen nicht mehr gesehen. Es ist nicht erlaubt!!! Denn sie befindet sich mit ihren 76 Jahren im Risiko-Alter, was die Gefahr betrifft, durch das Coronavirus ernsthaft krank zu werden, daher sollte sie vollständig isoliert bleiben. Was uns geblieben ist, sind mehrere Telefongespräche am Tag. Wenn sie etwas braucht, wie zum Beispiel Lebensmittel, dann kümmern wir uns darum und bringen es ihr bis an die Tür ihres Hauses.

Als ich neulich mal wieder mit ihr telefoniert hatte, sagte sie mir, dass sie wegen Zahnschmerzen die ganze Nacht nicht geschlafen hätte. Auf der linken Seite sei das Zahnfleisch angeschwollen  und die Schmerzen seien sehr stark. „Was nun?“, fragte ich sie. Denn zurzeit ist es den Zahnärzten verboten, Patienten zu empfangen. Sogar Krankenhausaufenthalte sind in Tagen wie diese nicht sicher, wegen der Gefahr, mit dem Virus angesteckt zu werden.

Ich war wirklich hilflos und wusste nicht, wie ich ihr helfen und es ihr leichter machen konnte, was die Schmerzen und das schreckliche Gefühl der Einsamkeit betrifft. „Mama, was sollen wir tun?“, fragte ich erneut. Ich war zu allem bereit. Jeder, der einmal Zahnschmerzen hatte, weiß, wie unerträglich diese Schmerzen sind. Es war ein Moment, in dem ich das Gefühl hatte, dass es wichtiger sei, meiner Mutter zu helfen, als die ganzen Einschränkungen bezüglich der Coronakrise zu beachten.

Und jetzt passen Sie auf, was meine Mutter gemacht hat:

Zuerst rief sie den Zahnarzt an und erklärte ihm genau, was ihr Problem sei. Sie machte sogar ein Foto mit ihrem Handy und schickte es dem Zahnarzt. Nachdem dieser das Foto gesehen hatte, sagte er, dass es für ihn wie eine Gingivitis aussehe, eine Entzündung des Zahnfleisches. Es entschied, dass sie Antibiotika bekommen sollte.

Per WhatsApp schickte er ihr dann den Namen des Medikaments, das sie einnehmen sollte. Danach wandte sich meine Mutter an ihren Hausarzt, der ihr ein Rezept für das Medikament ausstellte. Jetzt musste man nur noch das Medikament in der Apotheke kaufen. Da es meiner Mutter aber verboten ist, aus dem Haus zu gehen, beauftragte ihr Arzt einen Boten, der zu ihr nach Hause kommen sollte, um die Karte der Krankenkasse holen, damit das Medikament zu besorgen und es dann bis an die Tür zu bringen. Und so war es dann auch. Die Zahnbehandlung per Telefon war umsonst. Bis die Antibiotika anschlagen, dauert es um die 48 Stunden. Nun hoffen wir alle, dass die Diagnose des Zahnarztes richtig war und die Zahnschmerzen meiner Mutter schnell vergehen werden.

Wir leben in einer neuen Welt. Hatte ich das schon gesagt?

 

Sommerliches Wetter am leeren  Strand in Tel Aviv

Das Wetter für heute in Israel:

Teilweise bedeckt mit einem leichten Anstieg der Temperaturen. Für die Jahreszeit etwas zu warm. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 26 Grad, Tel Aviv 23 Grad, Haifa 22 Grad, Tiberias am See Genezareth 32 Grad, am Toten Meer 33 Grad, Beersheva 29 Grad, Eilat am Roten Meer 34 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren Zentimeter angestiegen und liegt jetzt bei –208.945 m unter dem Meeresspiegel, es fehlen nur noch 14,5 Zentimeter bis zur oberen Grenze!  

Im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute wünsche ich Ihnen einen angenehmen Sonntag und eine gute neue Woche, Bleiben Sie gesund.

 

Schalom aus Bar Giora!

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