Themen: Guten Morgen

Guten Morgen Israel – Flugabenteuer

Unsere ehemalige Praktikantin Nathalia berichtet von ihrem Flug nach Hause inmitten der Corona-Ära

Flugzeuge
Moshe Shai/FLASH90

Guten Morgen liebe Leser!

Nathalia und Samuel im Buero

Nathalia und Samuel auf dem Balkon der Redaktion in Jerusalem

Vor mehr als einem Monat sind Samuel und ich nach mehr als sechs Monaten in Israel zurück nach Deutschland und in die Schweiz geflogen.

Wir sind sehr dankbar für unsere Zeit in Israel und alles, was wir erleben durften. In Eilat im Süden Israels waren wir als Volontäre in einem christlichen Hostel tätig und durften danach bei Israel Heute als Praktikanten mithelfen. Vor allem vor der Coronazeit machten wir eine Menge Ausflüge und haben viele Freundschaften geschlossen.

Auf unserem Weg zum Flughafen Ben Gurion ging mir diese besondere Zeit durch den Kopf. Ich hatte aber auch gemischte Gefühle. Denn so schön es war, ist es Zeit zu gehen. Wir sind erleichtert, dass wir nach dem ganzen Flugchaos überhaupt Flüge gefunden haben, die nicht gestrichen wurden.

Nachdem wir die Stadt Jerusalem, die wir in den letzten zwei Monaten auch als Geisterstadt miterlebt haben, verlassen hatten, geht es zum Flughafen. Zuerst wird uns die Temperatur gemessen und wir sollen, schon bevor wir das Gebäude betreten, unsere Pässe und Flugtickets vorzeigen.

In der großen Ankunftshalle im Terminal 3 sind alle Stimmen verstummt. Hier ist es leergefegt und wir sind dort erstmal total alleine.

Leerer Flughafen

So kennen wir diesen Ort gar nicht; es ist unvorstellbar für uns.

Dadurch gehen aber der Check-In und die Sicherheitskontrollen super schnell und wir sind mehrere Stunden vor unserem Abflug an unserem Gate.

Ständig beobachten wir, wie eine Polizeibeamtin an den Gates entlang läuft und die Passagiere auf die Maskenpflicht aufmerksam macht. Witzig ist es, wie überrascht die Menschen tun, wenn sie zum dritten Mal auf das Gleiche hingewiesen werden.

Als wir endlich in das Flugzeug steigen, fällt auf, dass es nicht einmal zur Hälfte besetzt ist.

Wir freuen uns aber, dass es wieder nach Hause geht. Alle Passagiere setzen sich hin und wir sind startbereit. Das dachten wir jedenfalls. Doch eine Passagierin fühlt sich plötzlich ganz schlecht und will den Flieger mit ihrem Partner wieder verlassen. Wegen des Papierkrams, heißt es, warten wir erstmal 20, dann 30 Minuten und irgendwann weiß es die Stewardess selber nicht mehr. Nach eineinhalb Stunden verlässt das orthodoxe Pärchen den Flieger und wir heben endlich ab. Unser erster Stopp ist in Wien.

In meinem Anschlussflug nach Hamburg fallen mir dann auch mal wieder die Unterschiede zwischen den Israelis und den Europäern auf. Während die meisten Passagiere beim Sitzen im ersten Flug ihre Masken abgenommen hatten, tragen die Passagiere des zweiten Fluges während des ganzen Fluges ganz brav ihre Masken.

Nach neun Monaten im Ausland, merke ich, dass ich wieder in Europa angekommen bin.

Von zu Hause aus wünsche ich Ihnen, liebe Leser, und der gesamten Redaktion von Israel Heute in Jerusalem einen angenehmen Sonntag und eine gute neue Woche.

Schalom aus Hamburg!

 

Das Wetter für heute in Israel

Teilweise bewölkt bis heiter mit einem leichten Rückgang der Temperaturen. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 30 Grad, Tel Aviv 28 Grad, Haifa 27 Grad, Tiberias am See Genezareth 35 Grad, am Toten Meer 38 Grad, Beersheva 34 Grad, Eilat am Roten Meer 40 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist am Wochenende um zwei Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei – 209.16 m unter dem Meeresspiegel, es fehlen 36 Zentimeter bis zur oberen Grenze!