Das von Jesus erzählte Gleichnis kann nur im Lukasevangelium nachgelesen werden (Kapitel 10), es handelt von einem Juden, der allein auf dem Weg von Jerusalem hinab nach Jericho geht, als er von Räubern überfallen wird, die ihn schlagen, ihm seine Sachen rauben und ihn halbtot in der brennenden Sonne auf der Straße zurücklassen. Ein Priester und dann ein Levit eilen an ihm auf ihrem Weg nach Jerusalem vorbei. Sie sehen ihn, doch helfen ihm nicht. Ein Samariter kommt des Weges, er hält an, kümmert sich um den sterbenden Mann und bringt ihn in ein nahegelegenes Gasthaus, wo man sich weiter um ihn kümmern kann. Dann zahlt der Samariter für Kost und Logie des Juden und zieht weiter.
Um die ganze Bedeutung dieses Gleichnisses zu verstehen, müssen wir zunächst die Beziehung zwischen Juden und Samaritern genauer betrachten. Samariter waren nicht nur Ausgestoßene, sondern erklärte Feinde der Juden. Im vorangehenden Kapitel 9 (ab Vers 51) berichtet uns Lukas, dass die Samariter Jesus ihre Gastfreundschaft verweigerten. Die Apostel Jakobus und Johannes wollten...
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