Gedenken an die Opfer

Um 10 Uhr Ortszeit stand ein ganzes Land still. Zwei Minuten lang kam alles zum Stillstand. Israel gedachte der 6 Millionen Juden, die von den Nazis ermordet worden waren.

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Um 10 Uhr Ortszeit stand ein ganzes Land still. Zwei Minuten lang kam alles zum Stillstand. Israel gedachte der 6 Millionen Juden, die von den Nazis ermordet worden waren. Vor vier Jahren hat die Zahl der in Israel lebenden Juden diese Zahl erreicht. Heute leben in Israel etwas mehr als 6 Millionen Juden.

Nach der Sirene begannen im ganzen Land die Erinnerungszeremonien an die Opfer des Holocaust, der Shoah. In Yad Vashem wurden am Ehrenmal des Warschauer Ghettos Kränze niedergelegt. An der Zeremonie in Yad Vashem nahmen unter anderem der israelische Staatspräsident Reuven Rivlin, Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, der österreichische Bundeskanzler Christian Kern, der Bürgermeister der Stadt Jerusalem und weitere Persönlichkeiten teil.

(Video: GPO)

Danach fand die Zeremonie „Jeder hat einen Namen“ statt, in der die Namen der Opfer des Holocaust vorgelesen werden. In der Gedenkhalle „Jiskor“ (hebr. Erinnern) wurden die Namen von der Öffentlichkeit gelesen, doch auch im israelischen Parlament, der Knesset, fand eine Zeremonie des Vorlesens der Namen statt.

Die Sirene wurde von der 77-jährigen Stefanie Portnoy aktiviert. Sie überlebte den Holocaust als kleines Mädchen in Polen. Bei der Aktivierung der Sirene half ihr ihr Sohn, der ein Reserveoffizier in der israelischen Armee ist und dort in der Einheit des Zivilschutzes tätig ist. Er ist verantwortlich für die Aktivierung von Warnungen, wenn eine Gefahr für die Zivilbevölkerung besteht.

(Foto: IDF Pressesprecher)

„Die Geschichte meiner Mutter ist eine Unterrichtsstunde des Lebens“, sagte er. „Die Aktivierung der Sirene heute ist für mich wie die Schließung eines Kreises“.

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