MitgliederFarhud: Der Nazi-Holocaust im Nahen Osten

Israels Oberster Gerichtshof hat entschieden: Sogenannten Farhud-Opfern stehen die Ausgleichszahlungen nach dem Entschädigungsgesetz für Holocaustopfer nicht zu.

von Edy Cohen | | Themen: Holocaust
Foto: AP

Als Farhud wird ein Pogrom bezeichnet, das sich im Jahr 1941 zugetragen hat, zur selben Zeit, in der die Nazis ihre Endlösung vorantrieben, um das jüdische Volk auszulöschen. Auch hier wurden die Juden im Irak, eine Gemeinde, die bis in die Zeit des babylonischen Exils zurückverfolgt werden kann, in großer Zahl massakriert. Weit mehr noch wurden aus dem Land getrieben, enteignet und ausgeplündert. Auch wenn sich das FarhudPogrom im Nahen Osten abspielte, sind sich Überlebende und ihre Nachkommen doch einig, dass man sie als Opfer des Nazi-Holocausts anerkennen müsse.

A m 25. April 1939 ging das erste Radioprogramm der Nazis in arabischer Sprache auf Sendung. Es richtete sich an Hörer im Nahen Osten und in Nordafrika. Die Radiostation befand sich außerhalb von Berlin, wo der legendäre Radiomoderator Younis Bahri mit Zivil- und Militärpersonal zusammenarbeitete, um die Botschaft der Nazis auch in der arabischen Welt zu verbreiten. Bahri war in Bagdad von dem deutschen Diplomaten Fritz Grobba entdeckt und prompt eingestellt worden. Einigen mag noch heute der traditionelle Einleitungssatz im Ohr klingen, mit dem Bahri...

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