Essen in Israel

Unsere Praktikantin Eliane erzählt von ihren Eindrücken aus Israel, diesmal von der kulinarischen Seite aus.

Essen in Israel
Nati Shohat/Flash90

Jetzt bin ich schon genau drei Monate hier in Israel und meine Ernährung ist nach dem Monat in Haifa, in dem ich nichts backen oder kochen konnte, und mich fast nur von Hummus und Brot ernährte, deutlich besser geworden. Ich hatte ja in einem Artikel schon erwähnt, dass ich mich sehr gefreut hatte, in meiner Wohnung in Jerusalem eine richtige Küche zu haben.

Generell essen und verarbeiten Israelis sehr viel frisches Obst und Gemüse, das auch oft aus der Region kommt. Gerade Salate und aufgeschnittenes frisches Gemüse finden sich in der israelischen Küche oft wieder. Egal ob Salat als Hauptgericht, Beilage, zu Falafel oder im beliebten Sandwich.

Im Moment fängt gerade die Saison für Zitrusfrüchte, wie Orangen, Mandarinen oder Sweetie an, die nun in vielen Lebensmittelläden oder auf dem Schuk in Massen verkauft werden. In vielen Läden in Deutschland finden sie sicher auch Zitrusfrüchte aus Israel. Ich würde ihnen empfehlen, falls sie welche in ihrem Laden sehen, Früchte aus Israel zu kaufen. Sie sind garantiert lecker und so können sie Israel auch gut unterstützen.

Wenn ich mir nicht gerade zu Hause in meiner Küche etwas zu Essen mache, esse ich auch manchmal in der Stadt. Als Vegetarierin ist das für mich in Israel gar kein Problem und ich finde mit Leichtigkeit etwas, das ich essen kann und das auch noch super lecker ist. Da muss ich keine Kompromisse machen.

Falafel

Laut meinem Kollegen Ariel gibt es die besten Falafel Jerusalems, wenn nicht sogar ganz Israels, ganz in der Nähe des Büros von Israel Heute. In der gleichen Straße befindet sich auch ein veganes Restaurant, bei dem ich ebenfalls gerne esse. Hier gibt es jeden Tag neue frische Suppen aus Tomaten, Zwiebeln, Auberginen, Paprika mit Bohnen, Linsen, Mais und vielem mehr, aber auch Sandwiches, Smoothies usw.

Typisch israelisches Streetfood sind neben den eben erwähnten Falafel auch zum Beispiel Schawarma, Bagel oder einfach Pizza. Doch wer sich in Jerusalem zur Mittagszeit hungrig auf die Suche nach Essen begibt, sollte mit langen Schlangen rechnen — vor allem vor den guten Lokalen. Gerade zur Sukkotzeit, als die Stadt voller Touristen war, erstreckten sich die Schlangen teilweise bis nach draußen und auf die Straße.

Was in keiner israelischen Küche fehlen darf, sind natürlich Hummus, Tahini und andere, zum Teil scharfe, Pasten. Besonders beliebt ist zum Beispiel S-chuk (oder auch Harif), eine jemenitische Chilipaste, die es in mehreren Variationen gibt. Im Kochbuch von Israel Heute steht ein leckeres Rezept auf Seite 120. Meine Familie in Deutschland hat sie schon ausprobiert und seitdem schon mehrmals wieder gemacht. Sie brauchen also nicht einmal nach Israel, um diese Paste oder andere leckere Spezialitäten zu probieren!

In meiner Gemeinde wird die grüne Paste am Schabbatvormittag sehr gerne mit vorzugsweise angebratenen Challahscheiben, gegessen, die oft vom Kiddusch am Freitagabend übrig bleiben. Am Freitagabend, dem Schabbatanfang gibt es in den israelischen Familien meistens besonderes Essen. Die ganze Familie isst zusammen und oft werden Gäste eingeladen. So war auch ich schon bei mehreren Familien eingeladen und konnte einen guten Einblick bekommen.

Bei allen gab es natürlich Brot, Hummus und Tahini, Salate und gebackenes Gemüse, wie Kartoffeln, Süßkartoffeln, Zucchini oder — in Israel auch sehr beliebt — Aubergine. Meistens gab es dann auch Reis mit Gewürzen, Fleisch oder Fisch. (Für mich wurde oft extra etwas Vegetarisches gemacht, wobei einige Familien sowieso kaum Fleisch essen und ihr Menü gar nicht umstellen mussten.)

Dass die Lebensmittel hier in Israel in der Regel teurer sind als in Deutschland, ist vielen unserer Leser sicherlich bekannt. Klar kann man sich auch nur von Hummus und Fladenbrot ernähren, das wäre dann eher billig, aber natürlich einseitig und man würde so viel Leckeres verpassen. Denn wie sie sehen (und ich schmecken konnte), hat Israel kulinarisch viel zu bieten.

Vegetarisches Essen in Jerusalem

 

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