MitgliederEin jüdischer Staat oder ein Staat der Juden?

Kann eine Nation demokratisch und religiös zugleich sein? Der Ausdruck „religiös“ bedeutet dabei nicht, dass die Mehrheit der Bevölkerung an eine höhere Macht glaubt, sondern eher, dass die Gesetze religiös begründbar sind.

von Ryan Jones |
Foto: Yonatan Sindel/Flash90

Für die meisten Menschen im Westen wäre eine solche Vorstellung von einer modernen Demokratie unzumutbar. Nicht zuletzt sind es Länder wie die Islamische Republik Iran, die ein heiliges Buch als Rechtsgrundlage benutzen. Einer Scharia steht eine christliche Welt gegenüber, in der Demokratie und persönliche Freiheit wichtiger sind als der biblische Glaube. Diese Nationen werden gern als „frei“ bezeichnet, ihr Charakter aber kann kaum als „christlich“ definiert werden. Die Mehrheit ihrer Bevölkerung würde dies auch nicht wollen.

Israel befindet sich irgendwo in der Mitte, und dies ist die Quelle großer innerer Spannungen. Muss Israel unbedingt ein jüdischer Staat sein? Und was ist das überhaupt? Was ist wichtiger für das Funktionieren des Staates: die Demokratie, oder das Judentum? Was ist für den Charakter der Nation unabdingbar, was ist biblisch?

Die meisten israelischen Juden, auch viele säkulare, würden zustimmen, dass die Aufrechterhaltung von 3000 Jahren biblischer Traditionen und Werte, die sich im nationalen Leben widerspiegeln, ein wichtiges Unterfangen ist. Aber ist das in einem...

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