Der ehemalige israelische Ministerpräsident Ehud Olmert ist heute früh aus dem Massiyau-Gefängnis entlassen worden, nachdem ihm am Donnerstag ein Drittel seiner 27-monatigen Haftstrafe vom Entlassungs-Ausschuß der Gefängnisbehörde erlassen worden war und die Staatsanwaltschaft keinen Widerspruch eingelegt hatte.
Bild: Olmert verlässt das Gefängnis (Foto: Hadas Parush/Flash90)
Vor seiner Entlassung musste Olmert vor dem Gefängnisleiter, wie jeder andere Häftling auch, die Entlassungsformulare unterzeichnen. Nachdem ihm die Bedingungen seiner Entlassung erklärt worden waren, verließ er das Gefängnis, in dem er ein Jahr und vier Monate lang inhaftiert gewesen war. Nun ist die Abteilung für Personensicherheit wieder für seinen Schutz verantwortlich.
Draußen wartete schon ein Dienstwagen, um Olmert zu seiner Wohnung nach Tel Aviv zu fahren.
Basel Ghattas beginnt zweijährige Haftstrafe
Während der ehemalige Ministerpräsident Olmert heute früh das Gefängnis verlassen konnte, trat der ehemalige Knesset-Abgeordnete der arabischen „Gemeinsamen Liste“ Basel Ghattas den umgekehrten Weg an und meldete sich heute früh im Norden am Gilboa-Gefängnis an, um seine zweijährige Haftstrafe anzutreten, zu der er wegen des Schmuggels von Handys in ein Hochsicherheitsgefängnis und der Hilfe von Terroristen verurteilt worden war.

Ghattas sieht sich als Opfer der politischen Verfolgung. Vor dem Betreten des Gefängnisses sagte er: „Ich betrete das Gefängnis mit erhobenen Haupte und der Unterstützung meines Volkes. Ich werde mich darum bemühen, ein Drittel meiner Strafe erlassen zu bekommen und dann das Gefängnis wider stolz verlassen, um meinem Weg und politische Arbeit fortzusetzen, wie ich es in den letzten 40 Jahren getan habe. Ich werde mich auch weiterhin für das Wohl der Häftlinge einsetzen.“




