Drei neue Nanosatelliten sammeln Informationen

Ende März wurden drei kleine israelische Satelliten in die Umlaufbahn geschossen.

von Michael Selutin |
Foto: Technion

Die in Zusammenarbeit mit der technischen Hochschule Technion in Haifa und dem Unternehmen Israel Aerospace Industries (IAI) entwickelten Nanosatelliten werden hochpräzise Geolokalisierung ermöglichen.

Zur Ausstattung gehören KI/ML-Prozessoren des israelischen Raumfahrtunternehmens Ramon. Das Antriebssystem entwickelte die Rüstungsfirma Rafael, es basiert auf Krypton-Gas. Weltweit wurde noch nie ein so kleiner Satellit auf diese Weise betrieben.

Satelliten vom Typ CubeSat bestehen etwa aus einem Vielfachen von 10 × 10 × 10 Zentimeter großen kubischen Einheiten mit einer Masse von etwa 1,33 Kilogramm pro Einheit. Sie sind etwa so groß wie ein Schuhkarton. Jeder Nanosatellit in der Mission wiegt etwa 8 Kilogramm.
Die drei Erdbeobachter agieren autonom. Die Sonnenkollektoren dienen auch als Segel, um die Formation bei Bedarf ohne Treibstoff zu steuern, indem sie den Luftwiderstand der Atmosphäre nutzen. Jeder der Nanosatelliten ist mit einem eigenen Empfangsteil ausgestattet.

Die Satelliten haben die Aufgabe, Signale von der Erde zu empfangen, um die Position von Menschen, Flugzeugen und Schiffen zu berechnen. Die Nutzung geschieht bei Such- und Rettungseinsätzen, Fernerkundung und Umweltüberwachung.

Gestartet wurden die Satelliten in Kasachstan. Die Umlaufbahn befindet sich in einer Höhe von 550 Kilometern. Die Auswertung der gewonnenen Informationen übernimmt das Technion in Israel.

Die Entwicklung von Nanosatelliten ist in Israel sehr weit fortgeschritten und erlaubt dem kleinen Land, Weltraummissionen durchzuführen, die bisher nur die großen Akteure finanzieren konnten. „Man könnte die Innovation der Nanosatelliten mit dem Wechsel vom PC zum Mobiltelefon vergleichen“, sagte ein Mitglied des Forscherteams.

Für Israel ist wichtig, dass auch in diesem Bereich die Industrie mit akademischen Bildungseinrichtungen zusammenarbeitet, so dass es genügend wissenschaftlichen Nachwuchs gibt. Auch die Universität Tel Aviv baute in Zusammenarbeit mit der NASA einen Nanosatelliten, der unter anderem kosmische Strahlung misst.

Wissenschaftler erwarten, dass in naher Zukunft tausende Nanosatelliten die Erde umkreisen. Unter anderem die Internetverbindungen weltweit werden durch sie drastisch verbessert werden. Israel gehört dem Club der Weltraummächte an.

 


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