Die Ablehnung Israels und die Ablehnung des Evangeliums

Die Bibel ist randvoll mit Bezügen auf Israel und dessen zentrale Rolle in Gottes Heilsplan.

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Foto: Foto: Miriam Alster/Flash90

Die Ablehnung des prophetischen Wesens der Wiedergeburt des jüdischen Staates sollte eigentlich die Alarmglocken in puncto Falschlehre läuten lassen. Leider übt sich die heutige Kirche heutzutage nicht mehr im wortgetreuen Lesen des Wortes Gottes. Das geht dahin, dass so etwas wie die wundersame Wiederauferstehung Israels nach zwei Jahrtausenden Exil in nahezu perfekter Übereinstimmung mit den Worten der Propheten von vielen Christen als irrelevant abgetan wird. Derlei Diskussionen werden regelmäßig bei der Christus am Checkpoint Konferenz abgehalten.

So geht das nun schon eine ganze Weile. Im Grunde genommen wird das alte Fahrwasser der jahrhunderte alten Theologien weiter befahren, das besagt, die „Kirche“ der Heiden habe die Juden als Gottes „erwähltes Volk“ abgelöst. Etliche Vertreter dieser zeitgenössischen Ersatztheologie gehen sogar noch weiter und lehnen das Evangelium Jesu Christi, das im Neuen Testament dargelegt wird, regelrecht ab.

„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!“ (Joh. 14,6) „Und es ist in keinem anderen das Heil, denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen!“ (Apg. 4,12)

In Epheser 2,12 erklärt Paulus, dass jeder ohne Jesus verloren ist, dass aber ein Einsmachen mit Israel (wohlbemerkt nicht ersetzen) ein Teil der dargebotenen Erlösung ist: „Darum gedenkt daran, dass ihr in jener Zeit ohne Christus wart, ausgeschlossen von der Bürgerschaft Israels und fremd den Bündnissen der Verheißung; ihr hattet keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt.“

Viele evangelikale Christen adaptieren eine immer integrativere Sicht auf die Errettung, die die enge Pforte von Matthäus 7,14 in ein weites Tor verwandelt. Diese universalistische Theologie ist vor allem unter den politisch korrekten Vertretern sozialer Gerechtigkeit zu sehen, die Schriftstellen ablehnen, in denen Israels anhaltende einzigartige Rolle in Gottes Erlösungsplan die Rede ist.

Es war genau diese unbiblische Nachdichtung des Wortes Gottes, die Rev. Dr. Munthar Isaac, Direktor des Bethlehemer Bible College, auf der Christus am Checkpoint Konferenz verkündete: „Als Jesus sagte ‚Ich bin der Weg‘, hat er meines Erachtens nach diese Aussage nicht als dogmatische Erklärung von sich gegeben. Er meinte nicht, dass das Christentum richtig liegt und alle anderen Religionen falsch. Er meinte, dass sein Weg der aufopfernde Weg zu Gott ist.“

Dr. Isaac sagte diese unglaublichen Worte, während im Hintergrund mittels Projektor die oben zitierte Schriftstelle aus Johannes 14,6 angezeigt wurde, eine Bibelstelle, die Christen seiner Meinung nach nicht wörtlich nehmen dürften.

Im Laufe der Konferenz wiederholte Isaac seine These und fügte hinzu, dass es „heute zwei Arten von Christen“ gebe: Jene, die das Evangelium als etwas sehen, das uns in die richtige Beziehung zu Gott bringt, und jene, die das Evangelium eher als eine Art „Lebensstil“ sehen, das uns lehrt, wie man ordnungsgemäß leiden sollte (um somit in den Himmel zu kommen). Das Bethlehemer Bible College gehört offensichtlich zur letzteren Gruppe. Hier stellt sich die Frage, was für einen Ewigkeitswert ein „guter“ und aufopferungsvoller Lebensstil hat, wenn man zuallererst nicht mit Gott versöhnt ist? Wird hier etwa suggeriert, dass Jesus nicht gekommen sei, um durch seine eigene Kraft zu retten, sondern allenfalls als Beispiel dient, wie man sein Leben leben sollte, um gerettet zu werden (durch eigene Werke)? Einem Universalisten mag dies schlüssig erscheinen, aber für Christen, die Gott beim Wort nehmen, sollte dies besorgniserregend sein.

Es gibt immer mehr Christen, die die Bibel als Grundlage über Bord werfen. Die Nichtanerkennung der Wiedergeburt Israels als erfüllte Prophetie war nur der Anfang. Das konnte man noch als fehlgeleitete humanitäre Bedenken wegdiskutieren. Nun, da die Grundpfeiler des Evangeliums ebenfalls im Namen kultureller und politischer Zweckmäßigkeit über Bord gehen, wachen hoffentlich mehr Christen im Angesicht dieser geistlichen Gefahr auf

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