Der Iran bedroht den Nahen Osten mit mehr als der Atombombe

Schon jetzt bedroht der Iran die Stabilität der arabischen Länder. Doch was wird passieren, wenn die Iraner im Besitz der Atombombe sein werden?

Der Iran bedroht den Nahen Osten mit mehr als der Atombombe

Vor der von Khomeini angeführten iranischen Revolution, die im Februar 1979 stattfand, war der Status der Schiiten in der arabischen Welt (etwa 20 Prozent aller Muslime) sehr schlecht. In vielen Ländern wie Libyen, Irak und Saudi-Arabien war es üblich, sie ohne Gerichtsverfahren hinzurichten. In anderen Ländern war es den Schiiten verboten, Moscheen zu bauen, weil sie in den Augen sunnitischer Muslime Ketzer waren. Khomeinis Aufstieg war ein Wendepunkt. Er versprach, dass die Schiiten in der arabischen Welt nicht länger unterdrückt würden. 39 Jahre nach der Revolution im Iran hat sich der Status der Schiiten in der arabischen Welt nicht nur verbessert, aus dem Unterdrückten wurde der Unterdrücker. Heute haben die Iraner Kontrolle über vier arabische Staaten: Libanon, Syrien, Irak, Jemen und weitere Länder sind auf dem Weg.

Tatsächlich haben in den letzten Jahren die iranischen Bemühungen und Versuche nicht aufgehört, die Stabilität der arabischen Staaten zu untergraben. Der Iran versteht sich als regionale Macht und verfolgt eine Strategie, in der er mit großem Erfolg versucht, Macht und Einfluss am Persischen Golf und im Nahen Osten zu gewinnen. Eine Macht, mit der sie die schiitische Minderheit in arabischen Ländern schützen und Israel schaden kann. Der iranische Krake operiert offen und heimlich in mehreren arabischen Ländern. Es zielt darauf ab, die “schiitische” Revolution in die arabische Welt zu exportieren, besonders in muslimische Länder, in denen schiitische Gemeinschaften leben.

Dank russischer und iranischer Beteiligung blieb Bashar Assad an der Macht. Der Iran will von seinen Investitionen in Syrien profitieren. Heute richtet er religiöse Zentren in Syrien ein, um die Syrer dazu zu bewegen, die schiitische Religion zu akzeptieren, und damit Zehntausenden von Syrern die schiitische Ideologie eintrichtert und später schiitische Milizen aufbaut, die durch direkte Befehle für seine eigenen Interessen kämpfen.

Im Irak hat der Zusammenbruch von Saddam Husseins Regime und der Abzug amerikanischer Truppen aus dem Irak dem Iran eine seltene Gelegenheit gegeben, seinen Einfluss im Irak auszuweiten. Das iranische Engagement in diesem Land konzentriert sich auf die Finanzierung, Ausbildung und Bewaffnung der schiitischen Milizen al-Hashad al-Shaabi (die irakische Hisbollah). Politisches, wirtschaftliches und religiöses Engagement im Irak macht den Irak zu einem iranischen Protektorat.

Die Iraner unterstützen und helfen den Huthis (eine schiitische Gruppe im Jemen), die Kontrolle über ganz Jemen zu übernehmen und die Saudis über die gemeinsame Grenze zu bombardieren. Das sunnitische Saudi-Arabien ist der große Rivale des schiitischen Iran als Folge des historischen Konflikts zwischen den Sunniten und Schiiten, der nach dem Tod des Propheten Mohammed entstand und sich auf die Frage der Erben des Propheten konzentrierte.

Der Iran etablierte die Hisbollah im Libanon und rüstete sie über Syrien mit den modernsten Waffen aus. Einige der Waffen wurden bereits vor ihrer Ankunft im Libanon von Israel in Syrien bombardiert. Der Iran hat die schiitische Gemeinschaft im Libanon in eine hoch organisierte Gemeinschaft mit der stärksten Militärmiliz des Landes verwandelt, die die libanesische Armee und die Stabilität des Libanon bedroht. Heute ist der Iran ein wichtiger und einflussreicher Akteur im Libanon.

Der Iran ist auch am Persischen Golf aktiv. Er hat bereits 1971 die beiden Tunb-Inseln sowie die Insel Abu Musa besetzt, die von den Vereinigten Arabischen Emiraten als zu ihnen gehörend angesehen wurde. Diese Übernahme machte den arabischen Staaten und ihren Führern schon vor dem Putsch 1979 die Gefährlichkeit des Irans seine Beziehungen zu seinen Nachbarn deutlich. Trotz der Unterstützung der Arabischen Liga wurde keine Lösung für diese anhaltende Krise gefunden.

Der Iran operiert auch in Bahrain und dem benachbarten Oman und investiert große Anstrengungen, um seinen Einfluss in beiden Königreichen auszuweiten. Zum Beispiel behauptet Teheran, nicht mehr und nicht weniger, Bahrain zu besitzen. Die schiitische Mehrheit im Königreich Bahrain verleiht dem Iran diese Ansprüche. Bahrain wirft dem Iran Subversion vor, und die Iraner haben oft gesagt, dass Bahrain eine der Provinzen der Islamischen Republik sei.

Der Iran unterstützt die Errichtung eines palästinensischen Staates auf den Ruinen des Staates Israel. Die Iraner sagen offen, dass sie den Staat Israel zerstören wollen und finanzieren deshalb Terrorgruppen in Gaza, um den jüdischen Staat zu bekämpfen. Der Iran schickt ihnen Waffen und bildet sie sogar aus, um die Stabilität der Grenze zu Gaza zu gefährden. Die Islamische Jihad-Fraktion ist bekannt dafür, dass die Mehrheit ihrer Kämpfer die Zugehörigkeit zur schiitischen Gemeinschaft akzeptierten. Die Köpfe dieser Kämpfer sind voll von Gehirnwäsche und der schiitischen Ideologie, ganz zu schweigen von Hass auf Israel und die Juden, wie man es auch bei den letzten Ereignisse in Gaza sehen kann.

Die Vereinigten Staaten und die europäischen Länder müssen das iranische Atomprogramm bekämpfen, der Iran ist nicht nur ein Feind Israels, sondern auch der Araber. Der Iran tut alles, um an die Atombombe zu kommen. Noch vor der Bombe erschüttert der Iran die Stabilität der arabischen Länder. Die Frage ist was der Iran tun wird, wenn er so eine Bombe bekommen wird.

Dr. Edy Cohen ist Experte für Nahostangelegenheiten und häufiger Gast in arabischen Medien. Dr. Cohen verwendet sein Twitter-Profil in arabischer Sprache mit über 70.000 Followern, um sich mit Menschen in dieser brisanten Region zu beschäftigen.

Ein weiterer Artikel von Dr. Edy Cohen zum Thema Iran erscheint in der kommenden November-Ausgabe von Israel Heute. Für die verschiedenen Abo-Möglichkeiten bitte hier klicken.

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