MitgliederChrist werden und dabei Jude bleiben

Als im 19. Jahrhundert scharenweise jüdische Immigranten nach New York kamen, bemühten sich bald christliche Missionare um sie.

von David Lazarus |
Foto: Wiki Commons

Doch ein Missionar bewegte die Juden nicht dazu, sich von ihrem Volk und ihren Traditionen abzuwenden. Er regte sie vielmehr an, sich ihr jüdisches Erbe zu bewahren und ihr Judentum gerade darin voll zu entfalten, indem sie an Jesus als den Messias glaubten. Diese Gläubigen wurden als „Hebräische Christen“ bekannt, später sagte man zu der Bewegung „Messianisches Judentum“.

Diese neuartige Verkündigungsweise formulierte und praktizierte jemand, der selbst Jude war: Itsak Leib Joszovics wurde 1862 in Ungarn in eine streng orthodoxe Familie hineingeboren. Der Vater starb früh, Itsak kam auf eine chassidische Jeschiva, er wurde Rabbiner.

Joszovics wurde angeschuldigt, Dokumente gefälscht zu haben, um sich das Eigentum eines Waisen anzueignen. Er bestritt den Vorwurf, floh aber, seine Frau und die vier Kinder zurücklassend, 1892 nach New York. Ein ungarischer jüdischer Immigrant brachte ihn dazu, zum Christentum zu konvertieren.

Joszovics erhielt ein Stipendium für ein christliches Seminar im schottischen Edinburgh. Dorthin holte er Frau und Kinder nach, die ebenfalls konvertierten. Nach Abschluss seines Studiums war er Baptistenprediger.

Zurück in New York änderte er seinen...

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