Behinderte und Regierung einigen sich

Noch vor Beginn des Jom Kippur sind sich die Behinderten-Organisationen zusammen mit der Gewerkschaft mit der Regierung über eine Erhöhung der monatlichen Unterstützung einig geworden. Doch nicht alle sind mit dem Erreichten zufrieden und wollen weiterhin auf die Straße gehen.

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Noch vor Beginn des Jom Kippur sind sich die Behinderten-Organisationen zusammen mit der Gewerkschaft mit der Regierung über eine Erhöhung der monatlichen Unterstützung einig geworden. Ein dementsprechendes Abkommen ist noch in der Nacht zum Freitag unterzeichnet worden. Doch nicht alle sind mit dem Erreichten zufrieden und wollen weiterhin auf die Straße gehen.

Der Einigung zufolge sollen 100% behinderte eine monatliche Zahlung von ungefähr 4000 Shekeln (um die 1035 Euro) bekommen. Das ist fast doppelt so viel wie die bisherigen Zahlungen. Auch sollen die Zahlungen an die Höhe des Mindestgehaltes gekoppelt werden, wie es die Behinderten gefordert hatten. Außerdem dürfen die Behinderten jetzt ein Gehalt von bis zu 4300 Shekeln (ca. 1075 Euro) Shekeln verdienen, ohne dass Auswirkungen sich auf die monatliche Unterstützung hat. Auch diese Summe ist verdoppelt worden. Die Erhöhung soll stufenweise ausgeführt werden und bis zum Jahr 2021 abgeschlossen sein.

Die Erhöhung der Unterstützung für die Behinderten wird dem Staat ab Januar nächsten Jahres um die 4.2 Milliarden Shekel ( rund 1 Milliarde Euro) kosten. Dennoch sind nicht alle behinderten-Organisationen damit einverstanden. Die Organisation „Behinderte werden zu Panther“, die nicht an den Verhandlungen beteiligt waren, verlangt eine sofortige Erhöhung der Zahlungen. Auch sollen alle Behinderten dieselbe Summe erhalten. Daher werde man weiterhin auf die Straßen gehen und den Verkehr blockieren.

Eine Organisation droht, weiterhin Straßen zu blockieren. Behinderte blockieren eine Straße in Jerusalem (Foto: Yonatan Sindel/Flash90)

Bis jetzt hatten die Autofahrer, die durch die fast täglichen Straßenblockierungen der Behinderten oft stundenlang im Stau saßen, Verständnis für die Situation der Behinderten und unterstützen sie. Ob das nun weiterhin der Fall sein wird, nachdem eine Einigung mit den meisten Organisationen und der Gewerkschaft erzielt wurde, ist fraglich. Die bei den Verhandlungen anwesenden Vertreter der Behinderten äußerten sich zufrieden mit dem Ergebnis.

Bild: Vertreter der Behinderten und der Regierung bei der Unterzeichnung der Einigung in der Nacht zum Freitag (Foto: Pressestelle Gewerkschaft)

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