Außenminister Brasiliens zu Gast in Israel

Der Außenminister Brasiliens, Aloyso Nunes, ist gestern von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und dem israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin empfangen worden. Es handelt sich um dem ersten Besuch eines brasilianischen Außenministers in Israel seit mehr als einem Jahrzehnt.

Bild: Ministerpräsident Netanjahu empfängt den brasilianischen Außenminister Nunes (Foto: Haim Zach/GPO)

Der Außenminister Brasiliens, Aloyso Nunes, ist gestern von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und dem israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin empfangen worden. Es handelt sich um den ersten Besuch eines brasilianischen Außenministers in Israel seit mehr als einem Jahrzehnt.

Zunächst wurde der Brasilianer von Ministerpräsident Netanjahu empfangen. Bei dem Treffen sprachen die beiden Staatsmänner unter anderem über eine Vertiefung der bilateralem Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit, Bildung, Kultur und Wissenschaft.

Premierminister Netanjahu äußerte den Wunsch, die bilaterale Zusammenarbeit zu verbessern, Israel sehe in den Beziehungen zu Brasilien ein sehr großes Potenzial.

Noch vor dem Gespräch wurden Sozialversicherungsabkommen unterzeichnet, die den Status von sozialen Rechten (einschließlich Renten) für israelische und brasilianische Staatsangehörige garantiert, während sie sich in dem anderen Land befinden.

Netanjahu wurde vom brasilianischen Außenminister zu einem Gegenbesuch nach Brasilien eingeladen.

Nächste Station war der Amtssitz des israelischen Staatspräsidenten, wo Nunes von Präsidwent Reuven Rivlin zu einem Arbeitstreffen empfangen wurde.

Staatspräsident Rivlin und der brasilianische Außenminister Nunes (Foto: Mark Neiman/GPO)

Der Präsident betonte die Bedeutung des Besuchs des Außenministers und sagte: “Die Beziehung zwischen uns, nicht nur den Regierungen, sondern auch den Menschen, ist für uns beide wichtig. Wir tun so viel in den Bereichen Wasser und Landwirtschaft und auch in Cyber ​​und Sicherheit, und das kann nicht nur den Völkern unserer Länder, sondern auch der ganzen Welt nutzen.”

Der Präsident wiederholte Israels Besorgnis über die Aktionen des Iran in der Region und seine Bemühungen, den Nahen Osten zu destabilisieren. Die Hisbollah und die Hamas, die Israel jeden Tag bedrohten, würden weiterhin vom Iran unterstützt werden. Der Präsident wiederholte, dass der Iran eine Bedrohung für die ganze Welt darstelle, insbesondere in ihren Bemühungen, Atomwaffen herstellen zu können.

Der Präsident sprach von der wachsenden Zusammenarbeit zwischen Israel und vielen seiner Nachbarn in der Region. „Israel hat keinen Krieg mit dem Islam”, betonte er, „aber mit denen, die unsere Existenz ablehnen, kann es wenig Fortschritt geben” und fügte hinzu, dass die ganze Welt der Gefahr der Ausbreitung des Fundamentalismus standhalten muss. Der Präsident fügte hinzu, dass es wichtig sei, das Verständnis zwischen Israel und den Palästinensern zu fördern, da dies der einzige Weg sei, eine Lösung für den Konflikt zu finden. „Sie müssen verstehen, dass wir in die Heimat zurückgekehrt sind”, sagte er.

Der Präsident betonte, wie wichtig es sei, an der Stärkung der Beziehungen zu Brasilien zu arbeiten, und sagte: “Wir sind uns vielleicht nicht immer politisch einig, aber wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass Boykotte nichts dazu beitragen, um das Verständnis zu fördern.”

Der brasilianische Außenminister sagte, dass die kulturellen Verbindungen zwischen den beiden Ländern besonders gestärkt werden sollten. „Mein Besuch soll unsere Freundschaft und Zusammenarbeit in einer Reihe von Fragen bekräftigen. Wir könnten noch viel mehr tun”, sagte er und lobte die Beteiligung vieler israelischer Firmen an der brasilianischen Wirtschaft und ihren Beitrag zur Sicherheit im Land. Dann sprach er von der jüdischen Gemeinde in Sao Paulo und sagte, dass er sich seit langem sehr verbunden mit der jüdischen Gemeinde und Israel fühle.

Weiter sagte er dem israelischen Präsidenten: „Ich verstehe die Sicherheitsherausforderungen für Israel – sogar jenseits der geopolitischen Probleme und des Fundamentalismus. Wir sehen, wie er aufsteigt und das ist auch für uns eine Herausforderung.”

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