MitgliederAuf der Suche nach Liebe und Verständnis

Seit einiger Zeit fällt mir auf, dass junge Israelis immer häufiger auf den traditionellen Traubaldachin einer jüdischen Hochzeitsfeier unter rabbinischer Aufsicht verzichten.

von Aviel Schneider |
Brautpaar Foto: Flash90

Allein in diesem Jahr haben drei Kinder enger Freunde von mir im Ausland geheiratet und in Israel nachträglich eine Hochzeitsfeier ohne Rabbis abgehalten. Der Tenor war bei allen der gleiche: Man habe vom jüdischen Rabbinat genug und zöge daher eine standesamtliche Eheschließung in Zypern oder anderswo vor.

 

Ein Drittel der jüdischen Ehepaare, die im Ausland heiraten, reisen dafür nach Zypern, 28% schließen Zivilehen in den USA und 18% versprechen sich im Standesamt von Prag die Ehe (Quelle: Hiddush). Zypern ist nur eine Flugstunde von Israel entfernt. Was bisher hauptsächlich für Mischehen im Land als übliche und naheliegende Lösung galt, gerät immer mehr zum Trend innerhalb der jüdischen Gesellschaft. „Wer Gott nachfolgen will, muss das aus Liebe heraus tun und nicht aus Zwang“, sagte mir Lula, die kürzlich auf Zypern heiratete. „Ich habe nichts gegen meine Religion und meinen Glauben, wohl aber etwas gegen Gottes Vertreter, die statt Gott eher sich selbst vertreten.“   

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