In der vergangenen Woche haben wir Jakob an einem entscheidenden Punkt seines Lebens verlassen. Er hatte sich als sein Bruder Esau ausgegeben, den Segen seines Vaters erhalten und musste anschließend sein Zuhause verlassen. Doch gerade auf der Flucht geschah etwas, das den weiteren Verlauf seiner Geschichte bestimmen sollte. Gott begegnete Jakob nicht als dem Menschen, den er vorgab zu sein, sondern als dem Menschen, der er tatsächlich war.
Vielleicht verbirgt sich hier einer der großen Schlüssel zum Verständnis der gesamten Geschichte. Jakob glaubte, er müsse Esau sein, um einen Segen zu erhalten. Doch Gott begegnet ihm, während er Jakob ist. Ohne Verkleidung, ohne die Kleider seines Bruders, ohne etwas vorzutäuschen. Damit beginnt eine lange Reise von zwanzig Jahren. Und beinahe ironischerweise gerät gerade der Mann, der einst seine eigene Identität verborgen hatte, in das Haus Labans, wo er selbst immer wieder den Unterschied zwischen dem erleben muss, was ihm vor Augen gestellt wird, und dem, was er tatsächlich erhält. In seiner Hochzeitsnacht glaubt er, Rahel...
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