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Die Wahlergebnisse in Israel sind nicht so knapp, wie sie aussehen

Tatsächlich hat die Rechte die Linke besiegt, während die Araber ebenfalls stärker geworden sind

Foto: Noam Revkin Fenton/Flash90

Es war eine knappe Wahl gestern in Israel, das ist jedenfalls der Eindruck, den man in den Medien bekommt.

Die Wahrheit ist jedoch, dass Israel nicht klar zwischen links und rechts aufgeteilt ist.

Alle Grafiken und Diagramme nach den Wahlen zeigen den rechten Block, angeführt von Premierminister Netanjahu, der zwischen 58 und 61 Mandate gewann, den linken Block, der zwischen 54 und 57 Mandate übernahm, und die Partei Israel Beiteinu von Avigdor Liberman, die in der Mitte sitzt und 4-6 Mandate erhielt.

Für diejenigen, die die Nachrichten nur oberflächlich lesen (was meistens der Fall ist), scheint es, dass sowohl Netanjahu als auch der Chef von „Blau und Weiß“, Benny Gantz, relativ ähnliche Chancen haben, die nächste Regierung zu bilden.

Dies ist jedoch eine grobe Falschdarstellung der Realität.

Während Netanjahu in der Tat auf die Unterstützung von 58-61 Abgeordneten der Knesset zählen kann, hat Gantz mit Sicherheit nicht die Unterstützung von 54-57, wie aus den oben genannten Grafiken hervorgeht.

Das Problem ist, dass die meisten Mainstream-Medien die Gemeinsame Arabische Liste als Teil des linken Blocks zählen. Aber das sind sie nicht. Die israelische Politik ist in drei Teile geteilt: Rechts, Links, Araber.

Ja, es gibt viele Araber, die sich entweder als Rechte oder als Linke betrachten. Die Vereinigte Arabische Liste, die voraussichtlich zwischen 15 und 17 Sitze gewinnen wird, tut dies jedoch nicht.

Die israelische Linke identifiziert sich immer noch als „zionistisch“, was einer der Gründe ist, warum die Vereinigte Arabische Liste niemals in einer von Gantz geführten Regierung sitzen wird. Sie könnte zustimmen, seine Koalition von außen zu unterstützen, aber sie wird nicht Teil seiner Regierung sein.

Dies weist auf zwei Aspekte hin, auf die sich die Medien offenbar nur ungern konzentrieren:

1. Die Wahlergebnisse zeigen erneut, dass die Rechte in Israel weitaus größer und repräsentativer für das Volk ist als die Linke.

2. Das Beste, auf das Gantz hoffen kann, ist eine Minderheitskoalition mit rund 39 Sitzen und damit eine gefährlich instabile Regierung, die in naher Zukunft vorgezogene Wahlen garantiert.

Eine feste Mehrheit der Israelis will eine rechte Regierung, soviel ist klar, ebenso wie die Tatsache, dass Netanjahu der einzige Politiker bleibt, der die Möglichkeit hat, Israel endlich eine Regierung zu geben und uns voranzubringen.

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Patrick Callahan

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