Israel

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Erster gefallener Soldat an der Grenze zum Gazastreifen

Der 20-jährige israelische Soldat der Givati-Einheit Aviv Levi ist am Freitag von arabischen Scharfschützen am Grenzzaun zum Gazastreifen erschossen worden. Nach heftigen Angriffen der israelischen Luftwaffe im Gazastreifen wurde bereits am Samstagmorgen ein weiterer Waffenstillstand verkündet.

Der 20-jährige israelische Soldat der Givati-Einheit Aviv Levi ist am Freitag von arabischen Scharfschützen am Grenzzaun zum Gazastreifen erschossen worden. Diesem schweren Vorfall folgten intensive israelische Luftangriffe auf insgesamt 60 Ziele der Hamas, bei denen 4 Hamas-Mitglieder ums Leben kamen und weitere 120 verletzt wurden. In der Nacht zum Samstag bat die Hamas dann um einen Waffenstillstand und verpflichtete sich, sämtliche terroristischen Aktivitäten, auch den Einsatz von Feuerdrachen, einzustellen.

Seit gestern früh ist es wieder ruhig im Süden. Am Freitag deuteten alle Anzeichen darauf hin, dass Israel vor eine neuen Offensive im Gazastreifen steht. Es begann mit der Meldung eines Zwischenfalls an Grenzzaun. Scharfschützen hätten vom Gazastreifen aus auf eine Gruppe israelischer Soldaten geschossen. Man sprach von dem schwersten Vorfall seit der Operation „Zuk Eitan“ vor vier Jahren.

Danach reagierte die israelische Luftwaffe mit sehr intensiven Angriffen auf insgesamt 60 Ziele der Hamas. Es wurden unter anderem mehrere Kommandozentralen und weitere Infrastrukturen der Hamas vollständig zerstört. Unter den angegriffenen Zielen befanden sich Waffen- und Ausrüstungslager, Übungsanlagen, Beobachtungsposten, Kontrollraum und das Kommandanten Büro des sich in einem in Chan Junis befindlichen Hauptquartier einer Hamas-Battalion. Ein weiteres Hauptquartier im nördlichen Gazastreifen wurde ebenfalls sehr stark beschädigt. Bei den israelischen Angriffen sollen Meldungen zufolge 4 Terroristen ums Leben gekommen und weitere 120 verletzt worden sein.

Illustration einiger Angriffe der israelischen Luftwaffe.

Am frühen Samstagmorgen erklärte ein Sprecher der Hamas, dass man einem Waffenstillstand mit Israel zustimme. Zuvor drängten Ägypten und die Vereinten Nationen die Hamas, für Ruhe zu sorgen. Die Hamas erklärte sich bereit, auch den Drachenterror einzustellen. Schon in der Nacht zum Samstag war es ruhig geblieben, so dass die israelische Armee die Bewohner im Süden aufforderte, wieder in den Alltag zurückzukehren.

Am Samstagabend wurde dann der Name des gefallenen israelischen Soldaten veröffentlicht, Aviv Levi aus Petach Tikva. Seine Eltern und zwei seiner Geschwister waren auf Urlaub in Italien, als sie die tragische Nachricht erreichte. Dies war auch der Grund, warum es solange gedauert hatte, bis der Name bekanntgegeben werden konnte. Aviv stand kurz vor seiner Entlassung aus dem Armeedienst, in zwei Wochen hätter er seinen 21. Geburtstag gefeiert. Als die Terroristen auf ihn schossen, trug er eine Keramik-Schutzweste, die jedoch dem Schuss nicht standhielt. Sein Tod wurde noch vor Ort festgestellt. Aviv wird heute um 12 Uhr Ortszeit auf dem Militärfriedhof seiner Heimatstadt beigesetzt werden.

Das schnelle Ende dieser Eskalation und die jetzige Ruhe innerhalb des Gazastreifens zeigen, dass die Hamas die Kontrolle über das Geschehen hat. Nun ist im Süden die Ruhe erst einmal wieder hergestellt, doch niemand zweifelt daran, dass es eine nächste “Runde” geben wird. Daher sind nicht alle im Süden zufrieden mit dem Ausgang der letzten Runde am Freitag. Viele wären bereit gewesen, weiter in den Sicherheitsräumen zu sitzen, um der israelischen Armee die Möglichkeit zu geben, die Hamas mit weiteren Schlägen endlich in die Knie zu zwingen. Denn auch diesmal hat es wieder einmal keine Sieger gegeben, nur Verlierer.

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Patrick Callahan

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