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Israel Heute Morgen

Heute früh bin ich wieder mit dem Auto nach Jerusalem gefahren. Ein paar Worte über Berichte von Israelis in Florida und den sich nähernden Hurrikan „Irma“, einen Sturm der anderen Art bei uns, die zu erwartende Anklage gegen Sarah Netanjahu wegen zu teurer Abendessen, und natürlich das Wetter für heute in Israel.

Guten Morgen liebe Leser!

Heute früh bin ich wieder mit dem Auto nach Jerusalem gefahren. Manchmal muss ich auf den Bus verzichten, weil ich mich leider nicht 100% auf die Abfahrtzeiten verlassen kann. So gerne ich mit dem Bus fahre, wenn ich später nach der Arbeit noch Termine habe, kann ich nicht darauf hoffen, dass der Bus pünktlich abfährt. Es ist eben noch nicht alles perfekt, was die öffentlichen Verkehrsmittel betrifft. Ein paar Mal schon war „mein“ Bus, einer von zwei am Tag, die quasi vor meiner Haustür in Modiin halten, einfach nicht gekommen. Und wenn so etwas passiert, dann brauche ich deutlich länger, um nachhause zu kommen. Und das kann ich mir heute nicht erlauben.

So fuhr ich also wieder mit meinem Auto. Die Sonne versteckte sich während der gesamten Fahrt hinter einer Wolkendecke. Es sah wirklich schon sehr herbstlich aus, doch das Thermometer zeigte mir schon um viertel vor sieben heute früh eine Temperatur von 24 Grad. Es soll sehr warm werden heute und ab morgen beginnt sogar eine neue Hitzewelle. Am Dienstag werden in Modiin und Jerusalem Höchsttemperaturen von 37 Grad erwartet. Der Sommer legt sich noch einmal so richtig ins Zeug.

7 Uhr heute früh in Jerusalem, noch versteckte sich die Sonne

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Für die Jahreszeit zu warme Temperaturen. Es bleibt heiß und trocken (Sharav). Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 33 Grad, Tel Aviv 31 Grad, Haifa 29 Grad, Tiberias am See Genezareth 39 Grad, am Toten Meer 39 Grad, Eilat am Roten Meer 39 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren Zentimeter gesunken und liegt nun bei -213.95 m unter dem Meeresspiegel.

Am Wochenende hat man sich bei uns in den Nachrichten ausgiebig mit dem sich Florida nähernden Hurrikan Irma beschäftigt. Da Israelis ja bekanntlich fast überall auf der Welt zu finden sind, berichteten die Medien von den vielen Israelis, die in Florida leben. Es ist wirklich erstaunlich, dass so viele Israelis im Ausland leben, obwohl wir doch so ein kleines Land sind. So wurde eine israelische Familie gefragt, wie sie sich auf den Hurrikan vorbereitet hätten. Die Familie wolle keine Risiken eingehen, so hätte man das Haus gut verriegelt und sich auf den Weg nach Carolina gemacht. Eine andere Familie mit zwei Kindern hat sich entschieden, zuhause zu bleiben. Es gebe kein Benzin mehr, so dass man jetzt auch nicht mehr weg könne. „Alles wird gut sein“, sagte die Mutter. Das ist einer der ersten Sätze, die einem beigebracht werden, wenn man Hebräisch lernt, „Jehie Beseder“. Wir Juden sind immer optimistisch. Ich hoffe, dass in Florida und überall, wo der Hurrikan zuschlagen wird, auch tatsächlich alles in Ordnung sein wird.

Titelseiten der heutigen Tageszeitungen. Nur Jediot Achronot hat Sara Netanjahu als Hauptschlagzeile gewählt, Maariv und Israel Hayom konzentrieren sich auf einen anderen Sturm

Hier in Israel gibt es Stürme anderer Art. Einer davon ist die geplante Anklage gegen Sarah Netanjahu in einer der zahlreichen Affären, bekannt als Akte 1000, in denen die Familie Netanjahu beschuldigt wurde. Dabei geht es um die Nutzung öffentlicher Gelder für private und sehr teure Abendessen. Alle weiteren Beschuldigungen, wie der Kauf von Duftkerzen, das Sammeln von Pfandflaschen oder den Kauf von Gartenmöbeln für die private Villa auf Kosten des Steuerzahlers und noch einige Punkte, sollen fallen gelassen werden. Dennoch fand auch gesten Abend wieder, zum 41. Mal, die wöchentliche Demonstration in Petach Tikva in der Nähe des Hauses des juristischen Beraters der Regierung, Avichai Mandelblit, statt. Trotz seiner Entscheidung, Anklage gegen Sarah Netanjahu zu erheben. Wie es mit den ganzen Affären weitergeht, das können Sie in unseren Meldungen lesen, sobald es etwas Neues zu berichten gibt.

Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen und sturmfreien Sonnteg. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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Patrick Callahan

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