Israel

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Demonstrationen am Shabbat-Ausgang

Seit 40 Wochen demonstrieren in Petach Tikva hunderte von Menschen gegen den juristischen Berater der Regierung Avichai Mandelblit. Jetzt scheint auch Jerusalem eine wöchentliche Demonstration zu bekommen, vor dem Haus der Richterin Miriam Naor.

Bild: Demonstration in Jerusalem (Foto: Hadas Parush/Flash90)

Seit 40 Wochen demonstrieren in Petach Tikva hunderte von Menschen gegen den juristischen Berater der Regierung Avichai Mandelblit, der ihrer Meinung nach nicht genug gegen die Korruption in der Regierung und bezüglich der Affären von Ministerpräsident Netanjahu tut. Um die 700 Menschen versammelten sich auch gestern Abend wieder in der Nähe des Hauses von Mandelblit und demonstrierten. Auch in Jerusalem wurde gestern Abend demonstriert. Bereits zum zweiten Mal versammelten sich rund 200 Menschen aus dem Süden Tel Avivs vor dem Haus der Präsidentin des Obersten Gerichts Miriam Naor und protestierten gegen die Entscheidung des Gerichts bezüglich der illegalen Einwanderer.

Die wöchentliche Demonstration in Petach Tikva kann schon fast als traditionell bezeichnet werden. Gestern war es bereits die 40. Woche in Folge, in der sich mehrere Hundert Menschen in Petach Tikva versammelten, um gegen den juristischen Berater der Israelischen Regierung Avichai Mandelblit zu demonstrieren. Bis vor zwei Wochen fanden die Demonstrationen vor seinem Haus statt. Nun hat die Polizei dort Demonstrationen auf 500 Teilnehmer beschränkt. Daher trifft man sich nun auf einem anderen Platz, nicht weit entfernt vom Haus des juristischen Beraters.

Demonstration in Petach Tikva

Die Demonstranten fordern von Mandelblit ein härteres Eingreifen bezüglich der Korruption und den Anschuldigungen gegen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Bevor Mandelblit zum juristischen Berater ernannt wurde, war er Sekretär des Israelischen Kabinetts. Die Demonstranten werfen ihm vor, dass er deswegen nicht genug bezüglich der Anschuldigungen gegen Netanjahu vorgehe.

In Jerusalem demonstrierten rund 200 Menschen, die meisten von ihnen Bewohner der südlichen Stadtteile Tel Avivs, vor dem Haus der Richterin Miriam Naor, Präsidentin des Obersten Gerichts. Die Demonstranten protestieren gegen die Entscheidung des Gerichts bezüglich der illegalen Einwanderer aus Afrika. Im Süden Tel Avivs leben rund 18.000 illegale Einwanderer aus Afrika. Die israelischen Bewohner, viele von ihnen ältere Menschen, fühlen sich bedrängt durch die tausenden illegalen Einwanderer, die sich ín den Parks und auf den Straßen aufhalten.

Demonstration vor dem Haus der Richterin Miriam Naor in Jerusalem (Foto: Hadas Parush/Flash90)

Die Demonstranten trugen Schilder Aufschriften wie „Bewahrung eines jüdischen und demokratischen Israel“ und „Auch Juden haben Menschenrechte“. Dabei riefen sie unter anderem: „Jungen und Mädchen im Stadtteil wollen leben“, „Die Knesset verabschiedet Gesetze – Miriam Naor löscht sie“.

Der Richterin Miriam Naor und dem Obersten Gericht wird vorgeworfen, Entscheidungen der Knesset bezüglich des Problems der illegalen Einwanderung nach Israel immer wieder abzulehnen. Daher hätte sich nichts an der Lage im Süden Tel Avivs verändert.

Netanjahu im Süden Tel Avivs

Am vergangenen Donnerstag besuchte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu das südliche Tel Avivs und sagte unter anderem, dass ohne den Grenzzaun zu Ägypten viel mehr illegale Einwanderer aus Afrika gekommen wären , dies hätte man gestoppt. Dann versprach er, den Süden Tel Avivs an die Bürger Israels zurückzugeben.

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Patrick Callahan

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