Einen Tag nach der Messerattacke in einem Supermarkt im Yavne, sind heute wieder Kunden zum Einkaufen gekommen. Die Filiale, deren stellvertretender Leiter gestern durch die Messerstiche lebensgefährlich verletzt worden war und sich noch immer im Koma befindet und beatmet wird, versucht wieder in die Alltagsroutine zurückzukehren.
Bild: Der Supermarkt, gestern (Foto: Avi Dishi/Flash90)
In den Gängen des Supermarktes tauschten Kunden und Angestellte ihre Erlebnisse des Vortages aus. „Es ist schrecklich, als gestern hier passiert ist“, sagte ein Kinde, „aber das hält mich nicht davon ab, hierher zu kommen.“ Eine andere Kundin kam in Begleitung ihres Mannes. Sie wollte dieses Mal nicht alleine Einkaufen gehen. Eine weitere Kundin sagte, dass sie sich komisch fühlte, als sie durch den Gang ging, wo der Terrorist den Angestellten des Supermarktes angegriffen hatte.
Die Messerattacke gestern im Supermarkt, das Opfer hatte sich heldenhaft verteidigt.Yavne ist eine kleine Stadt, der Anschlag von gestern hat sie plötzlich in die Schlagzeilen gebracht. es war das erste Mal, das es einen Terroranschlag in der Stadt gab.
Der Zustand des Opfers wird von den Ärzten des Kaplan-Krankenhauses in Rehovot weiter als sehr ernst beschrieben. Dennoch habe sich sein Zustand stabilisiert. Heute wird er ein weiteres Mal operiert werden müssen. Im Krankenhaus hatten sich schon gestern zahlreiche Familienangehörige eingefunden. Sie kamen aus den verschiedensten Teilen des Landes, um für das Wohl des 43-jährigen Vaters von fünf Kindern zu beten.
Israelische Soldaten in Yata, dem Dorf des TerroristenDie israelische Armee war in der vergangenen Nacht im Dorf Yata in der Nähe von Hebron aktiv, dem Heimatdorf des Terroristen. Es gilt als Hochburg des Terrorismus. Sie durchsuchten sein Haus, nahmen persönliche Gegenstände mit und befragten die Familie. Es sieht so aus, als habe der 19-jährige Terrorist, wie schon viele vor ihm, alleine gehandelt, ohne zu einer terroristischen Vereinigung zugehörig zu sein.




