Premierminister Netanjahu hat das israelische Außenministerium am Sonntagabend angewiesen, Kontakte zu EU-Repräsentanten in Bezug auf die politischen Entwicklungen mit den Palästinensern erst einmal auszusetzen. Dieser Schritt erfolgt als Protest gegenüber der EU-Entscheidung, israelische Erzeugnisse aus sogenannten besetzten Gebieten zu kennzeichnen. Welche Institutionen konkret davon betroffen sind, ist derzeit noch nicht klar. Die Anweisung gilt laut Netanjahu, bis ein „Wiedergutmachungsprozess“ abgeschlossen sei.
Netanjahu hat die EU-Entscheidung bezüglich der Kennzeichnung israelischer Produkte als „heuchlerisch“ bezeichnet und besteht darauf, dass es sich hier um eine Doppelmoral handle. „Die EU hat sich dazu entschlossen, lediglich Israel zu kennzeichnen. Wir können es nicht akzeptieren, dass Europa die Seite kennzeichnet, die vom Terrorismus angegriffen wird.“




