Ein Israeli hat am Freitagvormittag in der südisraelischen Stadt Dimona auf vier arabische Männer eingestochen. Zwei von ihnen wurden laut Polizei mittelschwer verletzt, die beiden anderen kamen mit leichten Verletzungen davon. Sie wurden ins Krankenhaus nach Beersheva gebracht. Der 24-jährige Attentäter, ein Einwohner von Dimona, wurde festgenommen. Die Polizei geht von einem nationalistischen Tatmotiv aus.
Offenbar handelte es sich um einen Racheakt für die zahlreichen Messerattacken auf Israelis in den vergangenen Tagen. Drei der Opfer sind Palästinenser, der vierte ist Beduine. Sie arbeiteten für die Stadtverwaltung von Dimona.
Die Bluttat ereignete sich im Eingangsbereich einer Schule. Der Täter hat laut Medienberichten eine psychiatrische Vorgeschichte.
Am Donnerstag gab es in Israel mehrere anti-arabische Demonstrationen. Hunderte Aktivisten der radikalen Lehava-Gruppe taten sich mit rassistischen Fans des Fußballclubs Beitar Jerusalem zusammen und grölten Parolen wie „Tod den Arabern“ und „Mohammed ist tot“. In der Jerusalemer Altstadt griffen die rechtsgerichteten Demonstranten laut Medienberichten Sicherheitskräfte und TV-Teams an. Der Anführer von Lehava, Ben-Zion Gopstein, wurde vorübergehend festgenommen.
Bild: Polizisten am Tatort in Dimona Foto: Dimona Police Department.




