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Neue Umfrage: Juden sollen auf Tempelplatz beten dürfen

37% der israelischen Bevölkerung sind der Meinung, dass allen Religionsgläubigen der Zutritt zum jüdischen Tempelplatz erlaubt sein sollte, wenn man dort beten wolle. Momentan ist es nur den moslemischen Betern erlaubt, auf dem Areal oberhalb der Klagemauer zu beten. Nur 20% der Israelis sind anderer Meinung.

37% der israelischen Bevölkerung sind der Meinung, dass allen Religionsgläubigen der Zutritt zum jüdischen Tempelplatz erlaubt sein sollte, wenn man dort beten wolle. Momentan ist es nur den moslemischen Betern erlaubt, auf dem Areal oberhalb der Klagemauer zu beten. Nur 20% der Israelis sind anderer Meinung, nämlich gegen das Beten von Andersgläubigen neben den Moscheen auf dem Tempelplatz. Wahrscheinlich handelt es sich dabei zum Großteil um die 20% der arabischen Befragten, die Israels arabische Bevölkerung repräsentieren. Dies ergab eine aktuelle Umfrage des Vereins Jesodot des Herzog Colleges, die anlässlich der Jerusalemer Konferenz über Menschenrechte in Jerusalem veröffentlicht wurde.

Es ist interessant, dass ein gleicher Anteil unter säkularen (39,9%) als auch religiösen Juden (40,7%) das Beten von Juden auf dem Tempelplatz befürworten. Wer grundsätzlich innerhalb der jüdischen Bevölkerung gegen das Beten auf dem Tempelplatz ist, sind die orthodoxen Juden, die in der Umfrage mit 61% dagegen stimmten. Israels Oberrabbinat hat seit der Wiedervereinigung Jerusalems im Sechstagekrieg 1967 eine Entscheidung getroffen, nach der Juden aus religiösen Halacha-Gründen nicht auf den Tempelplatz gehen dürfen. Daran halten sich aber heute nur die orthodoxen Juden, nicht die nationalreligiösen Juden.

66% der befragten Israelis sind der Meinung, dass der jüdische Tempelplatz in Jerusalem unter absoluter israelischer Herrschaft sein sollte. Zurzeit bestimmen die islamischen Religionswächter des Waqf über den Tempelplatz und diese wollen das Beten von Juden und Christen auf dem Tempelplatz nicht erlauben. Im Gegensatz dazu dürfen sowohl Christen als auch Moslems an die Klagemauer.

In den letzten Jahren strömen immer mehr religiöse Juden auf den Tempelplatz, um dort heimlich zu beten. Doch sobald diese von den Moslems „erwischt“ werden, kommt es oft zu Auseinandersetzungen, wobei sich Israel Polizei einmischen muss. In Israel werden nun die Stimmen immer lauter, dass auch für Juden im Judenstaat Israel eine Religionsfreiheit herrscht, einschließlich auf dem jüdischen Tempelplatz.

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Patrick Callahan

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