Der Versuch, viel einzuheimsen, erweitert das Leben nicht unbedingt. Oft schränkt er es sogar ein. In der Bibel wird dieses Prinzip immer wieder durch das Konzept des „richtigen Maßes“ vermittelt. Den Israeliten in der Wüste wird geboten, Manna (2. Mose 16,16) zu sammeln, „jeder so viel, wie er essen kann“.
Diejenigen, die versuchten, einen Vorrat anzulegen, stellten fest, dass das Manna verdarb. „Es wimmelte von Maden und stank“ (2. Mose 16,20). Dies ist keine technische Strafe, sondern eine Lektion in tiefem Glauben: Überfluss, der nicht an den Moment, den Bedarf oder die Fähigkeit, ihn zu tragen, angepasst ist, wird zur Last.
Das Neue Testament knüpft geistlich an. Jesus sagte (Matthäus 14,34): „Sorgt euch nicht um morgen, denn morgen wird für sich selbst sorgen; jeder Tag hat seine eigene Last“. Dies beschreibt die Weisheit der bewussten Reduktion. Nicht die Verantwortung abzugeben, sondern sich bewusst auf das zu konzentrieren, was jetzt zu tragen ist. Sich um morgen zu sorgen, alle Möglichkeiten im Voraus erfassen zu wollen, untergräbt die Lebenskraft in...
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