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USA greifen Ziele der Revolutionsgarden im Iran an

US-Streitkräfte attackieren militärische Infrastruktur – Teheran antwortet mit Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Ziele in der Region.

Ein F-35A-Kampfjet der US-Luftwaffe über dem Nahen Osten. Foto: CENTCOM

Die US-Streitkräfte haben eine neue Welle von Angriffen gegen Ziele der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) im Iran abgeschlossen. Nach Angaben des US-Zentralkommandos CENTCOM richteten sich die Angriffe unter anderem gegen Luftabwehrstellungen, Radarsysteme, maritime Einrichtungen, Fähigkeiten zum Verlegen von Seeminen und Kommunikationsanlagen.

CENTCOM teilte am Dienstag mit, die Angriffe seien eine Reaktion auf jüngste Versuche der Revolutionsgarden gewesen, Handelsschiffe in der Straße von Hormus sowie amerikanische Soldaten anzugreifen.

„US-Streitkräfte griffen Ziele der Islamischen Revolutionsgarden an, darunter Luftabwehrstellungen, Radarsysteme, maritime Mittel und Einrichtungen, Fähigkeiten zum Verlegen von Minen sowie Kommunikationsanlagen“, erklärte das US-Zentralkommando.

CENTCOM betonte zudem, dass derzeit mehr als 50.000 amerikanische Soldaten im Nahen Osten stationiert seien. Die Streitkräfte seien weiterhin bereit, weitere vom Oberbefehlshaber angeordnete Operationen auszuführen.


Iranische Staatsmedien berichteten unterdessen von Explosionen an mehreren Orten im Süden und Südwesten des Landes. Nach Angaben der Jerusalem Post wurden unter anderem Explosionen in Bandar Abbas, Ahvaz, Aghajari und Sirik gemeldet.

Die neue Angriffswelle folgt auf eine erneute militärische Eskalation rund um die strategisch wichtige Straße von Hormus. Bereits am Sonntag hatten US-Streitkräfte zwei iranische Raketenwerfer auf der Insel Larak angegriffen. Nach amerikanischen Angaben waren die Abschussvorrichtungen für einen Angriff in Richtung der Meerenge vorbereitet worden. Der Iran reagierte darauf mit Raketenangriffen auf amerikanische Kräfte und Einrichtungen in Jordanien.

Nach den jüngsten US-Angriffen weitete Teheran seine Reaktion deutlich aus. Die Revolutionsgarden erklärten, amerikanische Einrichtungen in Jordanien und im Nordirak angegriffen zu haben. Auch Bahrain und Kuwait meldeten iranische Raketen- beziehungsweise Drohnenangriffe. In Jordanien wurden nach Angaben des Militärs zehn von 13 anfliegenden Raketen abgefangen; die übrigen schlugen demnach in unbewohntem Gelände ein. Berichte über amerikanische Opfer wurden von US-Seite zurückgewiesen.

Reuters berichtete, dass es sich um den schwersten direkten Schlagabtausch zwischen den USA und dem Iran seit mehreren Wochen handelt. Die jüngste Eskalation konzentriert sich zunehmend auf die Kontrolle der Straße von Hormus, durch die ein bedeutender Teil der weltweiten Ölversorgung transportiert wird.

Nach iranischen Angaben gab es bei den amerikanischen Angriffen auch zivile Opfer. In Kuhestak nahe Sirik soll ein Gebäude getroffen worden sein, in dem sich Menschen zu einer Hochzeitsfeier versammelt hatten. Der iranische Rote Halbmond sprach von fünf Toten, darunter einem Kind, sowie Dutzenden Verletzten. Eine unabhängige Bestätigung dieser Angaben lag zunächst nicht vor.

US-Präsident Donald Trump hatte bereits nach den iranischen Angriffen vom Wochenende eine harte Reaktion angekündigt. Nach der jüngsten Angriffswelle warnte er Teheran erneut vor weiteren Angriffen auf amerikanische Kräfte.

Die Auseinandersetzung spielt sich vor allem rund um die Straße von Hormus ab. Iranische Kräfte haben in den vergangenen Tagen wiederholt Handelsschiffe bedroht oder angegriffen und versucht, den Schiffsverkehr durch die Meerenge zu behindern. Washington hat daraufhin seine militärische Präsenz zur Sicherung der Schifffahrtswege verstärkt.

Die erneuten Kämpfe zeigen, dass die Phase relativer Ruhe zwischen Washington und Teheran vorerst beendet ist. Während die USA versuchen, die freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus militärisch durchzusetzen, droht der Iran mit weiteren Angriffen auf amerikanische Einrichtungen in der gesamten Region.

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Patrick Callahan

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