(JNS) Als der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu im Juli 2024 vor einer gemeinsamen Sitzung des US-Kongresses am Rednerpult stand, legte er eine kühne Vision für die künftige Sicherheitsarchitektur des Nahen Ostens dar. Angesichts dessen, was er als existenziellen Kampf zwischen Zivilisation und Barbarei bezeichnete, forderte Netanjahu Washington auf, beim Aufbau einer dauerhaften regionalen Verteidigungskoalition mitzuwirken – eines Bündnisses nach dem Vorbild der NATO, das ausdrücklich darauf ausgerichtet ist, die existenzielle Bedrohung durch die Islamische Republik Iran zu neutralisieren.
„Im Nahen Osten steht die iranische Terrorachse Amerika, Israel und unseren arabischen Freunden gegenüber“, erklärte Netanjahu vor den Abgeordneten. „Amerika und Israel können ein regionales Sicherheitsbündnis im Nahen Osten schmieden, um der wachsenden iranischen Bedrohung entgegenzuwirken. Alle Länder, die mit Israel in Frieden leben, und alle Länder, die Frieden mit Israel schließen werden, sollten eingeladen werden, diesem Bündnis beizutreten.“
Netanjahu nannte diese Vision die „Abraham-Allianz“ und verwies auf die historische Abfangaktion von über 300 iranischen Drohnen und Raketen im April 2024 durch eine Ad-hoc-Koalition aus amerikanischen, israelischen, arabischen...
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