Wie oft haben Sie eine biblische Geschichte gelesen und sich gefragt: Was hat das eigentlich mit mir zu tun? Adam und Eva, Noah, Abraham, Jakob, Josef, Mose oder David – Menschen, die vor Tausenden von Jahren lebten, in einer anderen Welt, einer anderen Kultur und unter völlig anderen Lebensumständen. Wir lesen von Wüstenwanderungen, Brunnen und Altären, von Königen und Propheten, von Kriegen und Bündnissen. Und leicht entsteht der Eindruck, wir würden die Geschichte einer längst vergangenen Welt lesen. Vielleicht liegt genau darin unser Irrtum. Vielleicht wollte uns die Bibel nie zu Historikern machen, sondern zu Menschen, die lernen, sich selbst zu betrachten.
Denn die Welt hat sich seit damals tiefgreifend verändert, die menschliche Seele dagegen weit weniger. Auch heute sehnen wir uns danach, geliebt zu werden. Wir fürchten zu scheitern oder etwas zu verlieren. Wir vergleichen uns mit anderen, kämpfen um unseren Platz, haben Mühe, Kontrolle loszulassen, suchen nach Sinn, fliehen manchmal vor dem, von dem wir...
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