Das sich abzeichnende Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran, das Berichten zufolge bereits in den kommenden Tagen unterzeichnet werden könnte, vermutlich in Genf, wird in Jerusalem im besten Fall mit gemischten Gefühlen aufgenommen, im weniger optimistischen Fall mit tiefer Sorge. Während man im Weißen Haus den Schritt als diplomatischen Erfolg darstellt, der eine breite regionale Konfrontation verhindern und Iran von der Fähigkeit zu militärischen Atomwaffen fernhalten könnte, sind in Israel Einschätzungen zu hören, wonach es sich um ein schlechtes Abkommen handelt, ja sogar um eine Katastrophe, weil es keinem der Grundsätze entspricht, über die Israel von Anfang an gesprochen hatte, als das militärische Vorgehen Ende Februar begann.
Nach den bisher bekannten Details enthält das sich abzeichnende Abkommen jedoch keine bedeutende Behandlung des iranischen Raketenarsenals, verpflichtet nicht zur Auflösung des regionalen Stellvertreternetzwerks und befasst sich nicht mit einem Regimewechsel. Aus Sicht vieler israelischer Stellen handelt es sich um eine verpasste seltene strategische Gelegenheit, die durch den militärischen und wirtschaftlichen...
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