Israel hat eine schwierige Aufgabe vor sich, wenn es diese besonders engen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten auch in den kommenden Jahren aufrechterhalten will. Eine neue Umfrage von Harvard-Harris zeigt einen schockierenden und besorgniserregenden Trend: 60 % der Generation Z – im Alter von 18 bis 24 Jahren – geben an, dass sie im Gaza-Krieg eher auf der Seite der Hamas als auf der Seite Israels stehen. Dies ist ein großes Warnsignal für Israel, doch angesichts der fast unaufhaltsamen Verbreitung von Lügen im Internet kann wahrscheinlich wenig dagegen unternommen werden.
Tatsächlich zeigen die Ergebnisse der Umfrage, wie weit die jüngere Generation Amerikas in Bezug auf den israelisch-palästinensischen Konflikt vom gesunden Menschenverstand abgekommen ist. Wir sprechen hier nicht mehr von einer sachlichen Debatte oder humanitärer Empathie. Wir sprechen davon, sich auf die Seite einer dreisten und blutbefleckten Terrororganisation zu stellen, die zum Völkermord an Juden aufruft, die am 7. Oktober 2023 Familien massakriert hat und die sich hinter Zivilisten als menschliche Schutzschilde versteckt.
Doch für die jüngste Gruppe der amerikanischen Wähler – diejenigen, die angeblich mit Toleranz und sozialer Gerechtigkeit aufgewachsen sind – ist das kein Ausschlusskriterium. Es ist eine Tugend.
Unterdessen steigt die Unterstützung für Israel mit zunehmendem Alter stark an. Ältere Generationen stehen nach wie vor hinter dem jüdischen Staat, wobei 65-jährige und ältere Wähler zu 89 % Israel unterstützen – und nur 11 % die Hamas. Die Zahlen sinken etwas für Millennials und die Generation X (65–74 %), doch sie fallen erst dann stark, wenn man die Generation Z erreicht. Hier ist es nicht nur ein Rückgang, es ist ein freier Fall.
Über alle Altersgruppen hinweg stimmen 78 % zu, dass die Hamas Geiseln bedingungslos freilassen oder mit Konsequenzen rechnen muss. Aber die junge Generation hinkt erneut hinterher. Auf die Frage, ob Israel einen Geiseldeal nur akzeptieren sollte, wenn die Hamas den Gazastreifen verlässt, stimmten nur 41 % der Generation Z zu – was bedeutet, dass 59 % einen Deal eingehen und die Hamas bleiben lassen würden. Für Israelis wäre ein solches Ergebnis praktisch eine Kapitulation und würde der Hamas einen Sieg bescheren, der nur zu weiterer Gewalt führen kann.
Die Republikaner stellten sich geschlossen hinter Israel (82 % gegenüber 18 %), während 67 % der Demokraten ebenfalls Israel bevorzugten – aber beunruhigende 33 % unterstützten die Hamas. Dies folgt anderen Umfrageergebnissen der letzten Jahre, die zeigen, dass Israel in Amerika immer mehr zu einem parteipolitischen Thema wird.
Was ist los?
Im März ergab eine andere Umfrage, dass die Generation Z bereits fast gleichmäßig gespalten war – 48 % unterstützten die Hamas. Mittlerweile hat es sich zu einer mehrheitlichen Unterstützung gewandelt.
Warum dieser Wandel? Die Generation Z konsumiert Nachrichten in Memes, TikToks und „Gegenrede“-Echokammern. Ihnen wird erzählt, dass Israel böse ist, die Hamas „Widerstand“ leistet und die Opfer mitschuldig sind. Institutionen wie Universitäten verstärken diese Verzerrung durch Proteste, BDS-Kampagnen und Campus-Camps. Diese moralische Korruption beginnt dort, wo Nuancen verschwinden.
Unabhängig von ihren nominellen Prioritäten – Klimawandel, Gleichberechtigung, Studienkredite – treffen sie kindische moralische Entscheidungen über Völkermord und Terror, angeheizt durch Mainstream-Medien, die sich heute mehr auf „Virtue Signaling“ als auf objektive Berichterstattung konzentrieren.
Die Generation Z ist nicht desillusioniert. Sie ist entgleist. Wenn sie nicht verstehen kann, wer die Hamas wirklich ist und warum es in der Region keinen Frieden gibt, dann hat das gesamte System diese Generation im Stich gelassen.




