(JNS) Die deutsche Bundesanwaltschaft hat einen russischen Jugendlichen wegen der Planung eines Anschlags auf die israelische Botschaft in Berlin sowie wegen des Versuchs, sich der Terrororganisation Islamischer Staat anzuschließen, angeklagt, berichtete Reuters am Mittwoch.
Der Verdächtige, der nach deutschen Datenschutzgesetzen nur als Achmad E. identifiziert wird, soll online nach Anleitungen zum Bau von Sprengsätzen gesucht haben, es ihm jedoch nicht gelungen sein, die notwendigen Materialien zu beschaffen.
„Seit Anfang Februar plante er, in Deutschland einen Anschlag durchzuführen, etwa auf die israelische Botschaft in Berlin“, erklärten die Staatsanwälte.
Am 7. August wurde er wegen Vorbereitung und Anstiftung zu einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sowie wegen des Versuchs angeklagt, sich als Minderjähriger einer terroristischen Vereinigung im Ausland anzuschließen.
Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass er auf dem Weg nach Pakistan war, um dort ein militärisches Training bei ISIS zu absolvieren, und dass er die Reise durch den Verkauf von Smartphones finanzierte, die er über betrügerische Mobilfunkverträge erlangt hatte.
Behörden werfen ihm außerdem vor, Propaganda für den IS ins Russische und Tschetschenische übersetzt zu haben.
Laut dem deutschen Nachrichtenportal Deutsche Welle wurde der 18-Jährige am 20. Februar in Brandenburg, dem Bundesland rund um Berlin, von der Polizei festgenommen, nachdem ein Hinweis eingegangen war. An dem Einsatz waren Bereitschaftspolizei und Spezialeinheiten beteiligt.
Zum Zeitpunkt der Festnahme erklärten die Behörden, der junge Mann sei bislang nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten. Zwei weitere Verdächtige sollen in Verbindung mit dem Plan gestanden haben, Deutschland jedoch bereits verlassen haben, berichteten Medien.
Der Fall unterstreicht die anhaltende Sorge über islamistische Radikalisierung unter Jugendlichen in Deutschland, insbesondere im Hinblick auf mögliche Bedrohungen gegen israelische und jüdische Ziele




