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Wird Israel von internationalen Fußballspielen ausgeschlossen?

Israel soll ein Fußballstadion im Gazastreifen in ein Konzentrationslager umgewandelt haben.

Israel
Der israelische Fußballspieler Sagiv Yehezkel wurde aus seiner türkischen Mannschaft entlassen, und gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen "öffentlicher Aufstachelung der Öffentlichkeit zu Hass und Feindseligkeit" eingeleitet. Foto von Chaim Goldberg/FLASH90

Der 74. FIFA-Jahreskongress wird im Mai in Bangkok, Thailand, stattfinden. Eines der Themen, die dort diskutiert werden, ist ein Verbot der Teilnahme Israels an internationalen Fußballwettbewerben vor dem Hintergrund des Krieges im Gazastreifen. Der Vorschlag wurde der FIFA im Vorfeld des Kongresses unterbreitet, um „beispiellose und erhebliche Verletzungen der Menschenrechte und des humanitären Rechts durch Israel in den besetzten Gebieten“ anzusprechen.

Nach dem Vorschlag mehrerer arabischer Länder im Februar, darunter Iran, Jordanien, Libanon, Syrien, Algerien, Jemen und Irak, schloss sich auch der palästinensische Verband der Kampagne an und unterbreitete den Vorschlag mit sehr deutlichen Worten gegen den israelischen Fußballverband.

 

Juden bauen Konzentrationslager

„Wir fordern angemessene und sofortige Sanktionen gegen israelische Mannschaften, einschließlich der Nationalmannschaften und Klubmannschaften, aufgrund der Verletzung des Völkerrechts durch die israelische Besatzung in Palästina und insbesondere im Gazastreifen“, heißt es in dem Vorschlag des palästinensischen Verbands an die FIFA.

Sie fügten hinzu, in der israelischen Liga gebe es fünf Vereine, die auf „besetztem palästinensischem Land“ gegründet wurden, und erklärten, die Spielfelder im Gazastreifen seien von der „israelischen Besatzungsarmee“ zerstört worden: „Die gesamte Fußballinfrastruktur im Gazastreifen wurde zerstört oder schwer beschädigt, darunter auch das historische ‚Al-Yarmouk‘-Stadion, das von der israelischen Besatzung in ein Konzentrationslager umgewandelt wurde. Israelische Bulldozer gruben das Gelände aus, um es dann zu zerstören. Andere Einrichtungen wurden zu behelfsmäßigen Flüchtlingslagern, Feldlazaretten und Massengräbern.“

 

Dschihad im Sport

Der internationale Sport ist bereits seit vielen Jahren Schauplatz anti-israelischer Bemühungen seitens muslimischer Länder. Seit dem Krieg in Gaza hat der Sport-Dschihad noch zugenommen und immer mehr Sportverbände müssen sich gegen Druck ihrer Mitgliedsländer wehren, die Israel auf dieser Bühne bekämpfen.

Zum Beispiel haben Palästinensische Sportorganisationen und andere aus arabischen Ländern bereits dazu aufgerufen, Sanktionen gegen Israel zu verhängen und dessen Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 2024 zu verhindern, die im Juli in Paris beginnen.

Seit dem 7. Oktober kommt jedoch hinzu, dass die muslimische Bevölkerung, vor allem in Europa, Sportveranstaltungen stört, an denen Israelis teilnehmen. Aus diesem Grund wurde ein Qualifikationsspiel für die EM zwischen Israel und der Schweiz im November in Ungarn ausgetragen, wo nur eine relativ kleine muslimische Minderheit lebt.

 

Vergleich mit Russland

Wie unsachlich der Boykott Israels im Sport ist, zeigt sich daran, wie einige „Israelkritiker“ diesen begründen. Sie vergleichen den Krieg in Gaza mit dem Einmarsch Russlands in der Ukraine und argumentieren, dass Israel genau wie Russland aus dem internationalen Sport ausgeschlossen werden sollte.

Unmittelbar nach der Invasion im Februar 2022 wurden die russischen National- und Vereinsfußballmannschaften von internationalen Wettbewerben, einschließlich der Fußballweltmeisterschaft 2022 in Katar, ausgeschlossen.

Natürlich wird Israel in diesem Szenario als Aggressor dargestellt, obwohl es einen Verteidigungskrieg im Gazastreifen führt. Es ist dementsprechend eher mit der Ukraine vergleichbar, die weltweit Sympathien für ihren Krieg gegen Russland erhält. Aber da Israel ein jüdisches Land ist, wird es auf der Weltbühne auch wie ein Jude behandelt, also isoliert, angegriffen und verleumdet.

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Patrick Callahan

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