MitgliederWeder still noch heilig: Weihnachten im Gazastreifen

Ein Fest zwischen Freude und Angst, Hoffnung und Hölle. Weihnachten im Gazastreifen.

von Aviel Schneider |
Foto: Wissam Nassar/Flash90

„Die Geburt unseres Erlösers ist hier nur schwer zu feiern“, erzählt mir ein arabischer Christ am Telefon. „Die Nächte sind nicht still und auch nicht heilig. Wir leben im Heiligen Land, und das Land blutet.“

Vor etwa zehn Jahren floh er mit seiner Familie aus dem Gazastreifen und lebt heute im Raum Bethlehem. Sein Bruder floh ins Ausland. Über gemeinsame Freunde habe ich seine Telefonnummer bekommen, aber ich musste ihm versprechen, seinen Namen nicht zu veröffentlichen. Für das Gespräch benutzt er ein israelisches Handy, denn sein palästinensisches könnte abgehört werden. Seit die Hamas im Gazastreifen herrscht (2007) und der arabische Christ Rami Ayyad im selben Jahr ermordet wurde, erleben arabische Christen im Gazastreifen schier unerträglichen Druck seitens der Moslems. „Die Christen im Gazastreifen zählen heute nicht mehr als 700.“ Er erzählt mir, dass in den 80er Jahren noch über 5000 arabische Christen im Gazastreifen lebten. „Damals war unser Leben sehr viel besser. Wir haben uns unter israelischer Herrschaft viel sicherer gefühlt. Die Weihnachtsfeste waren damals fröhlich.“ Von vielen arabischen Christen wisse er, dass sie Israels Reaktionen gegen...

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