Das Pew Research Center hatte im Dezember eine Studie in Auftrag gegeben, um herauszufinden, wie die Welt zu Papst Franziskus steht. Die Ergebnisse überraschen nicht: Eine große Mehrheit der Befragten gab an, den anteilnehmenden und liberalen Papst zu mögen. Interessant ist dabei allerdings das Resultat der Israelis, von denen 50 Prozent eine positive Meinung über Papst Franziskus haben.
Das Ergebnis verblüfft umso mehr im Angesicht der Tatsache, dass diese neu gefundene Affinität für den Kopf der „universellen Kirche“ in einer Zeit zum Vorschein kommt, in der die Israelis von ihren eigenen rabbinischen Autoritäten genug haben. Eine Studie der Geocartography-Gruppe ein Jahr zuvor ergab, dass 67 Prozent der Israelis das Oberste Rabbinat am liebsten aufgelöst sehen würden. Wahlerfolge von Parteien, die gegen rabbinischen Einfluss auf die Politik sind, sprechen zudem für sich.
„Es ist erstaunlich, besonders in Anbetracht der Vergangenheit, dass der Heilige Stuhl bei so vielen israelischen Juden ein positives Image hat. Ganz im Gegenteil dazu die sehr ungünstige Meinung über das Oberste Rabbinat“, schrieb der ehemalige israelische Bildungsminister Amnon Rubenstein.
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