MitgliederVom Atomvisionär zum Friedensvisionär

Inwieweit sind Träume in der Politik ausschlaggebend für die Verwirklichung von Ideen und Zielen? Oder der Vermeidung von Bedrohungen?

von Aviel Schneider |
Peres Foto: AP

Schimon Peres, einer der größten Visionäre des Landes, starb im September im Alter von 93 Jahren. Einen Traum verwirklichte er mit Bravour, am anderen scheiterte er kläglich.

 

Israels neunter Staatspräsident war während seiner 60 Jahre Dienstzeit im Ausland oft beliebter als daheim. Hier musste Peres für das umstrittene Oslo-Abkommen mit PLO-Chef Jassir Arafat in den 90er Jahren immer wieder heftige Kritik einstecken. Nun ist auch der letzte der drei Friedensnobelpreisträger und Osloer Friedensarchitekten, Itzchak Rabin, Jassir Arafat und Schimon Peres, tot. Seine Idee von einem neuen Nahen Osten, in dem Frieden zwischen den Völker herrscht, hat sich zu seinen Lebzeiten nicht verwirklicht.

Israels Friedensvisionär war ein Träumer, andererseits jedoch im gleichen Maße auch ein Realist. Vor allem aber war er ein Atomvisionär. Es war Schimon Peres, der in den 50er Jahren trotz massiver Widerstände auf politischer und militärischer Ebene den Atomreaktor in Dimona bauen ließ. Das bis heute geheim gehaltene Atomprogramm fädelte Peres damals mit der französischen Regierung ein. In diesen Tagen...

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