Trump-Effekt in Jerusalem

Infolge des Wahlsieges von Donald Trump werden nun Jerusalems Baupläne wieder aus den Schubladen geholt.

von Israel Heute Redaktion |
In Ramat Schlomo fehlt es an Wohnraum Foto: Flash90

Barack Obama hatte in seiner Amtszeit viel Druck auf Israel ausgeübt, daher waren Bauvorhaben, die die östlichen Stadtteile betrafen, auf Eis gelegt worden. Immer wieder mussten wir berichten, dass in Jerusalem Obama mehr als die israelische Regierung das Sagen zu haben schien.

Nun aber sollen die 1400 Wohnungen in Ramat Schlomo gebaut werden, ebenso die 2600 Wohnungen zwischen Talpiot und Gilo im neuen Viertel Givat Hamatos sowie weitere 3000 in Gilo. „Die Amerikaner haben uns untersagt, dort zu bauen, weil die Bauplätze jenseits der grünen Linie liegen“, sagte Jerusalems Vize-Bürgermister Meir Turgeman zu Israel Heute. „Nicht wir haben Jerusalem verwaltet, sondern Barack Obama. Das ist nun vorbei und wir müssen nachholen, was wir in den letzten acht Jahren verpasst haben. Jetzt haben wir die Baupläne aus der ‚Gefriertruhe‘ geholt.“

Anders als die religiösen Juden, ist der Knessetabgeordnete der linksorientierten Arbeiterpartei, Nachman Shai, der Meinung, es sei nicht ungefährlich, jetzt in Jerusalem einen Bauboom einzuleiten. „Es ist einfach Wahnsinn, jetzt mit dem Häuserbau in Jerusalem zu beginnen. Wir spielen damit in die Hände der Palästinenser“, warnte Shai. „Wir ziehen uns neuen internationalen Druck zu.“ Auch Mahmud Abbas warnte bereits die israelische Regierung, dass er die Welt erneut dagegen aufwiegeln werde, sollte die jüdische Bautätigkeit in Jerusalem auftauen.

 

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