Terroristen im Taxi mit Arafat

Nur wenige Monate nach der Unterzeichnung der Osloer Verträge soll PLO Chef Arafat vier Terroristen in seinem Auto nach Gaza geschmuggelt haben.

Wie das Nachrichtenportal Arutz 7 heute berichtete, veröffentlichte Avi Dichter, Likud-Politiker und ehemaliger Direktor des israelischen Geheimdienstes Schin Bet, während eines Interviews letzten Monat Details zu einem gescheiterten Versuch der Palästinensischen Autonomiebehörde, Terroristen ins Land zu schmuggeln.

Während des Interviews bei einer Konferenz, die durch die zionistischen Organisationen Im Tirtzu und Canadians for Israel‘s Legal Rights abgehalten wurde, erinnerte sich Dichter an den Vorfall, der sich nur zwei Monate nach Gründung der Palästinensischen Autonomiebehörde 1994 ereignete.

Er habe damals einen beunruhigten Anruf eines Schin-Bet-Offiziers bekommen, der bemerkt hatte, dass Jassir Arafat, damaliger Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, während seiner Rückkehr nach Israel aus Ägypten größer aussah als sonst.

Arafat befand sich in einem Mercedes-Konvoi und dem Schin Bet wurde schnell klar, dass Arafat jemanden schmuggelte. Wegen der Oslo-Abkommen zwischen Israel und der Palästinensischen Befreiungsorganisation hatten sie jedoch keine Genehmigung, die Wagen zu untersuchen, bis sie die nötigen Informationen und Beweise hatten.

Wie sich herausstellte, wurden vier Erz-Terroristen in dem Präsidentenkonvoi der Palästinensischen Autonomiebehörde geschmuggelt. Drei Terroristen versteckten sich jeweils im Kofferraum eines jeden Mercedes. Der vierte Terrorist, Jihad al-Amarin, lag auf der Rückbank, während Arafat höchstpersönlich auf ihm saß.

Arafat musste die Terroristen wieder zurück nach Ägypten schicken, nachdem der israelische Ministerpräsident Jitzchak Rabin ihm ein Ultimatum setzte und drohte, ansonsten alle Verhandlungen abzubrechen. Laut Dichter wurde die Sache von den Palästinensern mit den Worten „also haben wir einen Fehler gemacht“ abgetan.

„Als ob es etwas Nebensächliches sei, dass der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde Erz-Terroristen in seinem eigenen Auto schmuggelte“, so Dichter, der die Palästinensische Autonomiebehörde für das Scheitern der Oslo-Friedensprozesse verantwortlich sieht.

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