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Streit um US-Botschaft – Palästinenser drohen: „Keine Anerkennung Israels“

Nachdem ein Sprecher des Weißen Hauses gestern erklärte, man habe begonnen, sich mit der Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu befassen, kam von Palästinensischer Seite aus die Drohung, in einem solchen Fall die palästinensische Anerkennung des Staates Israel rückgängig zu machen.

Nachdem ein Sprecher des Weißen Hauses gestern erklärte, man habe begonnen, sich mit der Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu befassen, kam von Palästinensischer Seite aus die Drohung, in einem solchen Fall die palästinensische Anerkennung des Staates Israel rückgängig zu machen.

Der palästinensische Politiker und ehemaliger Chefunterhändler in den palästinensisch-israelischen Verhandlungen Saeb Erekat sagte heute in einem Interview mit dem Nachrichtenportal Ynet, dass die Palästinenser für eine Rücknahme der palästinensischen Anerkennung des Staates Israel und den Ausschluss Israels aus den Vereinigten Nationen arbeiten werden, sollten die USA damit beginnen, ihre Botschaft nach Jerusalem zu verlegen. „Wenn Ostjerusalem annektiert ist, kann die PLO Israel nicht als Staat anerkennen“, sagte er.

Die Palästinenser würden für die Freiheit des Palästinensischen Volkes und auch des Israelischen Volkes, das den Frieden wünscht, kämpfen. Israel arbeite daran, das Land von anderen zu annektieren, in den Gebieten ein Apartheid-Regime gegen die Palästinenser aufzubauen, es raube ihnen das Land und deren Zukunft und Hoffnung, beschuldigte er Israel. Er rief Israel dazu auf, aufzuwachen.

Weiter sagte er: „Es ist unser Schicksal, dass wir, Israelis und Palästinenser, Nachbarn sind. Wir haben das Recht Israels, in den Grenzen von 1967 zu bestehen, anerkannt. Nun warten wir auf einen israelischen Führer der uns sagt: ‚Wir identifizieren uns mit Euch, wir hören Euch zu, wir möchten Eure Nachbarn sein.‘ Doch stattdessen hören wir Netanjahu, wie er ganz andere Dinge sagt. Wir kämpfen für unsere Gleichstellung. Wenn Ihr nur ein Land haben wollt, dann müssen Juden, Christen und Muslime in Frieden in Israel leben mit denselben Rechten. Aber da Euer Rassismus so stark ist, werdet ihr diesem nie zustimmen.“

Der Bürgermeister von Jerusalem, Nir Barkat, äußerte sich seinerseits positiv über die Nachricht vom Beginn der amerikanischen Beratungen über die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem. Er sei zuversichtlich, dass Präsident Donald Trump sein Wahlversprechen einhalten werde. Bezüglich der palästinensischen Drohungen sagte Barkat, dass man sie ernst nehmen müsse, aber man nicht einen Millimeter davon abrücken solle, das richtige zu tun. „Wenn wir uns vor den Drohungen unserer Feinde gefürchtet hätten, wäre der Staat Israel nicht gegründet worden“, sagte er.

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Patrick Callahan

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