Sechs arabische Israelis kämpfen gegen BDS – und werden dafür bedroht

Eine Gruppe von sechs israelischen Arabern soll in der kommenden Woche in die USA reisen und sich dort mit Studenten zu treffen, um gegen Kampagnen der BDS-Bewegung vorzugehen, in denen Israel beschuldigt wird, arabische Minderheiten zu benachteiligen. Dafür zahlen sie einen hohen Preis.

von | | Themen: BDS

Video: Jonathan Elkhoury, ein israelischer Christ aus Haifa, war im Mai 2017 Mitglied einer Delegation der Reservists on Duty, die während der sogenannten „Apartheid-Woche“ an der Universität von Kalifornien Israel gegen die Beschuldigungen der BDS-Bewegung verteidigt hatte.

Eine Gruppe von sechs israelischen Arabern soll in der kommenden Woche in die USA reisen und sich dort mit Studenten zu treffen, um gegen Kampagnen der BDS-Bewegung vorzugehen, in denen Israel beschuldigt wird, arabische Minderheiten zu benachteiligen.

Die Reise der Gruppe wird von der Organisation Reservists on Duty organisiert, eine im Jahr 2015 von ehemaligen Kämpfern und Offizieren der Israelischen Armee ins Leben gerufene Organisation, die sich den Kampf gegen die BDS-Bewegung auf den Campussen der Universitäten der USA zum Ziel gesetzt hat.

Über die geplante Reise wurde auch in den arabischen Medien berichtet. Danach waren einige Mitglieder der Delegations Drohungen und Belästigungen ausgesetzt, sie wurden unter anderem beschuldigt, sie seien von Israel rekrutiert und bezahlt worden, um gegen die BDS-Bewegung zu sprechen.

Ein Mitglied der Gruppe, Dima Tiya aus Kufr Manda, erzählte in einem Interview, dass sie nach Veröffentlichung der geplanten Fahrt in den arabischen Medien belästigt und beleidigt worden sei und dutzende von hasserfüllten Nachrichten über Facebook bekommen habe. Sie und ihre Familie wären verflucht worden. „Ich bin nicht eingeschüchtert“, sagte sie, „aber Schuld daran ist die Gehirnwäsche einiger Medien. Ich zahle dafür einen hohen Preis, es ist sehr beleidigend und unangenehm.“

„Ich bin eine Israelin und Moslemin, die stolz auf ihr Land ist. Ich bin eine Moslemin und Araberin, die nicht weniger wert ist, als diese Feiglinge, die sich hinter der Tastatur am Computer verstecken. Ich habe vor, jeden von ihnen bei der Polizei anzuzeigen, damit alle diese Drohungen und Beleidigungen untersucht werden, danach werden wie sehen, wer der wahre Held ist“, sagte sie trotzig.

Khazem Khaliliyah, ein arabischer Moslem aus Iksal in Galiläa, erzählte der Zeitung Jediot Achronot, dass er seine Heimatstadt verlassen und nach Tel Aviv ziehen musste. Leute mit sehr vielen „Followers“ auf Facebook hätten ihn angerufen und gedroht, ihn lebendig zu verbrennen. „Ich werde gegen alle diese Kommentar auf legalem Wege vorgehen. Das alles zeigt, wie wichtig unsere Reise in die USA ist“, sagte er.

In der kommenden Woche werden die sechs israelischen Araber nun in die USA reisen und versuchen, den Studenten dort das wahre Gesicht Israels zu zeigen.

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