Schon wieder? Raketenbeschuss angeblich „aus Versehen“

Während die Hamas erneut erklärt, es habe sich bei dem Raketenangriff um ein Versehen gehandelt, bereitet man sich auf israelischer Seite auf eine Reihe von möglichen Situationen vor. Die Rakete sei von einer Stellung der Hamas abgeschossen worden.

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Wie schon vor 10 Tagen, als zwei Raketen auf Tel Aviv geschossen wurden, soll es sich Angaben hochrangiger Hamas-Mitglieder zufolge auch diesmal wieder um ein „Versehen“ gehandelt haben, als eine Rakete vom Gazastreifen aus in Richtung Israel abgeschossen wurde, die in einem Moshav nördlich von Kfar Saba ein Haus nach einem Direkteinschlag vollständig zerstörte.

Es habe sich nicht um einen geplanten Angriff auf Israel gehandelt, erklärte die Hamas. Weiter soll sie den Ägyptern versprochen haben, den Vorfall zu untersuchen.

Gleichzeitig meldete sich auch der Islamische Jihad zu Wort und warnte Israel, auf den Raketenbeschuss zu reagieren.

„Wir warnen Israel vor jeder aggressiven Operation gegen den Gazastreifen“, heißt es in einer Erklärung der Terrorgruppe. „Die israelische Führung sollte wissen, dass wir auf jeden Angriff mit Gewalt reagieren werden.“

Auf israelische Seite sieht man den Vorfall ganz anders. Die Hamas wird als verantworlich für den Raketenbeschuss gesehen. Die israelische Armee meldete, dass es sich bei der Rakete um eine von der Hamas hergestellten M-75 Rakete gehandelt habe, die nach iranischer Technologie gebaut wurde. Die Rakete soll von einer Stellung der Hamas im Süden des Gazastreifens abgeschossen worden sein, 120 Kilometer vom Einschlagsort entfernt.

Als erste Reaktion auf den heutigen Raketenangriff, bei dem neben dem völlig zerstörten Haus einer Familie weitere 30 Häuser durch die Druckwelle der Explosion beschädigt wurden, hat die Armee reguläre Truppen in den Süden verlegt. Auch sollen einige Reservisten für besondere Aufgaben einberufen werden. Man würde sich auf jede mögliche Situation vorbereiten, sagte Generalstabschef Avi Kochavi in einer Lagebesprechung.

Das war einmal ein Haus

(Foto: Noam Revkin Fenton/Flash90)

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