Auch nach 1900 Jahren kann eine Straße noch funktionsfähig sein. Foto: IAA – Griffin Aerial Photography
Die Wasserfirma „Mei Shemesh“ der Stadt Beit Shemesh plant die Verlegung einer neuen Wasserleitung. Bei den Vorbereitungsmaßnahmen wurde routinemäßig die Altertumsbehörde zur Sicherungsgrabung gerufen. Die Forscher stießen bei dieser auf eine Straße aus der Römerzeit. Sie ist bis zu sechs Meter breit und kann über anderthalb Kilometer verfolgt werden.
Wahrscheinlich handelt es sich um eine Verbindung zwischen dem antiken Beit Natif und der so genannten „Kaiserstraße”. Die verlief anscheinend da, wo heute die Straße 375 ist. Die Kaiserstraße war Hauptverkehrsader zwischen den größeren Ortschaften bei Eleutheropolis (Beit Guvrin) und Jerusalem. Sie wurde wohl um 130 n. Chr. gebaut, als Kaiser Hadrian die Region besuchte, kurz vor dem Kampf der Römer gegen den Bar-Kochba-Aufstand von 132 bis 135 n. Chr.
In der Nähe der heutigen 375 hat man auch einen Meilenstein mit dem Namen Hadrianus gefunden. Zwischen den Pflastersteinen wurden vier Münzen gefunden: eine aus dem zweiten...
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