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Wenn es um politische Streitfragen geht, ist die jüdische Orthodoxie in Israel kein leichter Gegner.

von Aviel Schneider |
Matan Kahana Foto: Olivier Fitoussi/Flash90

Wer sich mit dem Rabbinat anlegt, wird auf politischer Ebene heftig angegriffen. Die Reformen, die Israels Regierung in Angelegenheiten wie Koscher-Zertifikat, Gebetspraxis an der Klagemauer oder Regelwerk zum Thema Konversion angehen will, gehen in den Augen der Orthodoxie immer einen Schritt zu weit. Aus ihrer Sicht würden solche Reformen den jüdischen Charakter des Judenstaates zumindest antasten, wenn nicht sogar ruinieren.

Das muss gestoppt werden, sagen die Orthodoxen. Sie befürchten, dass die Bennett-Lapid-Regierung ihnen die religiöse Macht im Land aus der Hand nehmen will. Aus der Perspektive der säkularen Juden hingegen ist Israel zu sehr jüdisch. 53 Prozent der säkularen Juden denken so, aber 90 Prozent der orthodoxen Juden das Gegenteil. Dies ergab eine Studie des Forschungsinstitutes für jüdische Volkspolitik.

Fast alle, nämlich 98 Prozent der Juden, wollen einen jüdischen Staat. Darunter verstehen viele aber nur eine jüdische Bevölkerungsmehrheit im Land, nicht die biblischen Gebote und Verbote. 94 Prozent der Säkularen sind für öffentlichen Nahverkehr am Schabbat und an Feiertagen. 86 Prozent der Religiösen bestehen auf einen streng jüdischen Halacha-Staat. Dazu hat...

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