Prozess gegen Soldaten Elor Azaria geht weiter

Nach einer einmonatigen Pause wurde heute früh der Prozess gegen den Soldaten Elor Azaria wieder aufgenommen. Azaria wird beschuldigt, am 24. März einen Terroristen erschossen zu haben, nachdem dieser bereits festgenommen war und verletzt auf dem Boden lag.

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Nach einer einmonatigen Pause wurde heute früh der Prozess gegen den Soldaten Elor Azaria wieder aufgenommen. Azaria wird beschuldigt, am 24. März einen Terroristen erschossen zu haben, nachdem dieser bereits festgenommen war und verletzt auf dem Boden lag. Das Militärgericht in Yaffo hatte Azaria zunächst des Mordes beschuldigt, doch später wurde die Beschuldigung auf Totschlag heruntergestuft. Heute wurde der erste Zeuge der Verteidigung gehört.

Als ersten Zeugen der Verteidigung wurde heute früh der Sicherheitsoffizier der jüdischen Siedlung in Hebron, Eliahu Liebman, in den Zeugenstand gerufen. Liebman sagte, er wäre in der Vergangenheit mehrmals Zeuge von Vorfällen gewesen, in denen die Terroristen durch Kopfschüsse getötet worden seien. „Als Sicherheitsoffizier gebe ich keine Anweisungen an die Soldaten der Armee, wann sie das Feuer zu eröffnen haben, aber bei den Anschlägen von Terroristen, bei denen ich anwesend war, habe ich mit eigenen Augen gesehen, dass die Soldaten auf den Körper des angreifenden Terroristen geschossen haben bis er neutralisiert war und anschliessend mit einem Schuss in den Kopf sichergestellten, dass der Terrorist keinen weiteren Schaden anrichten kann. Diese Soldaten sind nie vor Gericht gestellt worden,“ sagte er weiter.

Zu dem Vorfall im März sagte er: „Der Terrorist trug ungewöhnlicherweise einen dicken Mantel, obwohl es sehr warm war. Und wer genug Erfahrung hat weiß, dass in so einem Fall die Gefahr besteht, dass sich unter dem Mantel ein Sprengstoffgürtel befindet.“ Auch kritisierte Lieberman die Art und Weise, wie der Vorfall vor Ort behandelt worden war. „Wenn dort Sanitäter anwesend gewesen wären und den Terroristen untersucht hätten, hätte niemand auf ihn geschossen,“ sagte er und lobte das Vorgehen des angeklagten Soldaten. “ Azaria hat ausgezeichnet reagiert und hat eine Gefährdung der am Ort anwesenden Sicherheitskräfte vermieden. Wenn sich später herausgestellt hätte, dass der Terrorist einen Sprengstoffgürtel trug, wäre Elor Azaria als Held gefeiert worden.“

Während der Verhandlung versammelten sich vor dem Gerichtsgebäude zahlreiche Demonstranten, um Azaria zu unterstützen.

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