PLO-Funktionär: Jerusalem gehört uns und wird nur islamisch und christlich sein

Jibril Rajoub beweist einmal mehr, dass die PLO nicht an einem Frieden mit Israel interessiert ist

Der PLO-Funktionär Jibril Rajoub, unter anderem Vorsitzender des PLO-Rates für Jugend und Sport und des Palästinensischen Olympischen Komitees, machte in einer Rede anlässlich eines Empfangs der Fußball-Nationalmannschaft Saudi-Arabiens in Ramallah im Oktober deutlich, wie wenig er von einer Normalisierung mit dem Staat Israel hält und wie gering die Aussichten auf eine Lösung des Konfliktes sind.

Unter den Anwesenden waren der Ministerpräsident der Palästinensischen Autonomiebehörde Muhammad Stayyeh, Regierungsminister, Mitglieder des PLO-Exekutivkomitees und des Fatah-Zentralausschusses, Kommandeure der PA-Sicherheitskräfte und Führer des Privatsektors.

„Unsere Brüder sind hier — und zuallererst unter ihnen seiner Ehre [PA] Premierminister [Muhammad Shtayyeh], Regierungsminister, Mitglieder des PLO-Exekutivkomitees und des Fatah-Zentralkomitees, Kommandeure der PA-Sicherheitskräfte und Säulen des privaten Sektors […] um dieser faschistischen und nationalsozialistischen Besatzung zu sagen, dass Jerusalem uns gehört und dass Jerusalem nur islamisch-christlich sein wird“, lautete es in der Rede.

„Ich sage der palästinensischen Führung — wir vom Rat der arabischen Minister für Jugend und Sport haben die Normalisierung der Besatzung definiert: A. Kein Araber wird an irgendeiner Sportaktivität in Israel teilnehmen. Mit anderen Worten, eine, die von Israel als Gastgeber veranstaltet wird. B. Wir lehnen ab, dass ein arabischer oder islamischer Staat eine Meisterschaft mit Beteiligung von Israelis ausrichtet. C. Jeder Athlet, der eine Wettkampfphase vorrückt und gegen einen Israeli kämpfen soll, wird nicht gegen ihn antreten“, fuhr der Vorsitzende des PLO-Rates für Jugend und Sport fort.

Rajoub, der letztes Jahr von FIFA für ein Jahr gebannt wurde, nachdem er gegen Fußballstar Lionel Messi gehetzt hatte, benutzt klare Worte, die ganz deutlich die Position der PLO und arabischen Ländern zeigen. Diese beschriebene Vorgehensweise kann regelmäßig bei Sportevents beobachtet werden.

Erst Ende November weigerte sich ein jordanischer Kickboxer, beim International Turkish Open Kickboxing gegen einen Israeli anzutreten und diesen Sommer sah sich der iranische Judoka Saeid Mollaei gezwungen, aus seinem Heimatland zu fliehen, nachdem die Regierung ihn dazu gezwungen hatte, einen Kampf der Weltmeisterschaften im Judo mit Absicht zu verlieren, um nicht gegen einen Israeli antreten zu müssen.

Wie wir also auch in Rajoubs Rede sehen, ist die Haltung der arabischen und palästinensischen Länder klar: im Boykottkampf gegen Israel nehmen sie auch eigene Nachteile, wie zum Beispiel die verpasste Chance auf eine olympische Goldmedaille, in Kauf. Der Hass auf Israel steht über allem.

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