Neuer Film zeigt gewagte Rettung äthiopischer Juden

Dramatische Rettungsaktion des Mossads im Jahr 1982.

Inspiriert von einem der bemerkenswertesten Rettungsmissionen aller Zeiten, erzählt der neue Film „The Red Sea Diving Resort“, wie der israelische Geheimdienst (oder Mossad) einen verlassenen Urlaubsort im Sudan dazu benutzte, Tausende äthiopischer Juden nach Israel zu schmuggeln.

Es war das Jahr 1982 und Israels damaliger Premierminister Menachem Begin war entschlossen, den lange verlorenen äthiopisch-jüdischen Stamm Beta Israel zu retten. Jüdische Gemeinden lebten seit Jahrhunderten in Dörfern in Nordäthiopien und sehnten sich dennoch noch immer nach Zion zurück. Tausende des Beta-Israel-Stammes waren gezwungen, einer verheerenden Hungersnot zu entkommen, um sich im vom Krieg heimgesuchten benachbarten Sudan wiederzufinden. Tausende von Juden starben auf dem Weg, sie verhungerten oder wurden ermordet.

Die Überlebenden wurden zusammen mit Millionen anderer Flüchtlinge hungernd in schmutzigen, von Krankheiten geplagten Lagern zurückgelassen. Premierminister Begin rief Israels Geheimdienst, den Mossad, an und sandte ihn auf eine Mission, um die äthiopisch-jüdische Gemeinde zu retten und nach Israel zurückzubringen.

Aber wie sollen Tausende von Juden aus dem Sudan, einem muslimischen Land und Mitglied der Arabischen Liga und Erzfeind Israels, gebracht werden? Wie konnte der Mossad sie aus dem feindlichen Gebiet zurück nach Israel bringen, ohne den Verdacht und den Zorn der sudanesischen Nationalarmee zu erregen?

Die Mossad-Agenten sahen sich eine Karte an und erkannten, dass sowohl Israel als auch der Sudan Küsten entlang des Roten Meeres haben, ein Taucher- und Touristenparadies mit spektakulären Korallenriffen und exquisiten tropischen Fischen. Deshalb stellten sich israelische Mossad-Agenten mit europäischem Hintergrund als Geschäftsleute vor, die für ein Schweizer Reisebüro arbeiteten, und begannen, den Tourismus an der Küste des Roten Meeres im Sudan zu fördern. Ein lukrativer und willkommener Geschäftsplan für die versagende sudanesische Wirtschaft. Die Agenten mieteten für drei Jahre einen verlassenen und bankrotten Ferienkomplex an der Küste und erhielten vom sudanesischen Tourismusministerium „offiziellen“ Schutz.

Jetzt hatte der Mossad das “legale” Recht, Lastwagen und Busse zu betreiben, um „Touristen” in das „Feriendorf” zu bringen, sowie die Boote, die sie brauchten, um jüdische Flüchtlinge über das Rote Meer nach Israel zu schicken. Die Mission wurde „Operation Brüder” genannt, die Tausende äthiopischer Juden nach Israel zurückbrachte.

Als echte Touristen im Red Sea Diving Resort auftauchten, von denen alle einen hochwertigen Service erwarteten, gingen die Mossad-Pläne durcheinander und die Agenten mussten schnell kreative und humorvolle Lösungen finden.

Die Geschichte ist humorvoller und abenteuerlicher, als man es sich angesichts solch eines ergreifenden Dramas vorstellen kann; im Red Sea Diving Resort tritt der kaum wahrnehmbare Stolz auf das Brüderlichkeitsgefühl am deutlichsten hervor (der Name der ursprünglichen Mission des Mossad lautete „Operation Brüder“) unter den israelischen und äthiopischen Juden und dem Einfallsreichtum und der Tapferkeit, die sie miteinanderverbindet”, erwähnt die Promotion des San Francisco Film Festivals über den Film Red Sea Diving Resort, der am 28. Juli als Abschlussfilm des Festivals uraufgeführt wird.

Der Regisseur des Films ist Gideon Raff, Schöpfer der gefeierten israelischen Serie Prisoners of War und ausführender Produzent der beliebten amerikanischen Version der Serie Homeland.

Der Film wird am 31. Juli auf Netflix laufen.

 

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