Netanjahu kündigt Klage gegen seine politischen Rivalen an

Netanjahu hat über sein Facebook-Konto mitgeteilt, die Führer von „Blau und Weiß“ der Verleumdung anzuklagen, nachdem er von ihnen des Verrats beschuldigt wurde.

von | | Themen: Benjamin Netanjahu

Wie zu erwarten war, werden die Wahlkampagnen umso schlechter, je näher wir dem Wahltag kommen. Diesmal geht es um den angeblichen Profit Netanjahus vom U-Boot – Geschäft mit dem deutschen Schiffsbauer Thyssenkrupp, der die neuen U-Boote für die israelische Marine baut.

Netanjahu wird jetzt von seinen politischen Gegnern zweier Dinge angeklagt, die nach Ansicht von Moshe Yaalon von der Blau und Weiß-Partei nichts weniger als Verrat bedeuten. Bei dem ersten Vorwurf geht es um Netanjahus finanziellen Vorteile aus dem U-Boot-Deal. Die zweite Sache ist das Netanjahus Einverständnis mit derselben Werft, U-Boote auch nach Ägypten zu verkaufen.

Neue Einzelheiten bezüglich der Beziehung von Netanjahu zu Thyssenkrupp, die erst letzte Woche „magisch“ aufgetaucht sind, sprechen von Netanjahus „Stahlaktien“, die ihm einen ansehnlichen Gewinn einbrachten. Von der Investition von vier Millionen NIS im Jahr 2007 auf 16 Millionen NIS-Gewinne im Jahr 2010. Die Investition selbst war in SeaDrift, das 2010 von GrafTech gekauft wurde. SeaDrift hatte nichts mit Thyssenkrupp zu tun. GrafTech, der Graphitelektroden herstellt, ist einer der Zulieferer des Schiffbauers. Netanjahu verkaufte seine Aktien eineinhalb Jahre vor dem U-Boot-Deal. Es ist also klar, dass er kein Inhaber von „Stahlaktien“ war und von dem Deal mit ThyssenKrupp nicht profitieren konnte. Aus diesem Grund fordern seine Gegner jetzt, zu utnersuchen, wie ein solcher Gewinn möglich war. SeaDrift war im Besitz von Netanjahus Cousin Nathan Milikowsky. Netanjahu besteht seinerseits darauf, dass die Investition und der Gewinn vollkommen legal waren und ordnungsgemäß an die zuständigen Behörden gemeldet wurde.

Was Netanjahus Einverständnis für den Verkauf von U-Booten an Ägypten betrifft, sagte er, dass er aus Gründen der Sicherheit die Gründe dafür nicht offenlegen könne. Die Führer von Blau und Weiß sind sich diesem bewusst und nutzen dies zu ihrem Vorteil zynisch aus.

Blaue und weiße Köpfe, die Netanjahu jetzt als Gauner bezeichneten, führten zu Netanjahus beispiellosen Schritt, den er am 22. März auf seinem Facebook-Konto ankündigte, wo er schrieb: „Lapid, Gantz und Yaalon, die mich einen Verräter nennen, sind ein schwerer Anreiz, der nicht übersehen werden kann Die Lügen von Lapid, Gantz und Yaalon überschreiten die rote Linie in den wichtigsten Fragen zur Sicherheit Israels. Deshalb habe ich meine Anwälte angewiesen, eine Verleumdungsklage gegen sie einzureichen.“ Damit beschuldigt Netanjahu nun die Führer von Blau und Weiß des Verrats.

Würde diese letzte Aufregung die Meinung der Likud-Wähler ändern? Höchstwahrscheinlich wird das Gegenteil eintreten, da sie Netanjahus Ansicht teilen, dass alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe falsche Nachrichten, fake news, sind und es daher noch wichtiger ist, an seiner Seite zu stehen.

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