Netanjahu kritisiert Medien-Heuchelei über Corona-Plan

Derselbe liberale Reporter, der Bibis Plan kritisierte, lobte dasselbe, als es aus Großbritannien kam

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Benjamin Netanjahu, Medien
Foto: Olivier Fitoussi/Flash90

Premierminister Benjamin Netanjahu stellte letzte Woche seinen Plan vor, die nachlassende israelische Wirtschaft durch die Vergabe von Zuschüssen an alle Bürger zu stimulieren. Familien mit mindestens drei Kindern sollen 3000 Schekel (etwa 800 Euro) erhalten, Familien mit einem oder zwei Kindern 2000 Schekel (etwa 450 Euro), und für jeden weiteren 750 Schekel (etwa 200 Euro) auf ihr Bankkonto eingezahlt werden.

Die Idee ist, dass die Israelis dieses Geld bei örtlichen Unternehmen ausgeben, um der Wirtschaft Einnahmen in Milliardenhöhe zu beschaffen.

Netanjahu wurde jedoch heftig für dieses Vorhaben kritisiert, wobei die Kritiker behaupteten, es handele sich um einen populistischen Schritt im Vorfeld möglicher vorgezogener Wahlen, den sich die Staatskasse kaum leisten könne. Viele Journalisten, wie die Reporterin Etty Aflalo von Calcalist, kritisierten den Premierminister, weil er allen, auch den Israelis, die bereits wohlhabend sind, die gleiche Summe Geld zukommen lässt.

Geld für alle…“ twitterte Aflalo spöttisch zusammen mit einem Link zu ihrem Artikel über den Plan.

Aber die Idee stammt eigentlich nicht von Netanjahu. Eine Woche zuvor hat der britische Premierminister Boris Johnson in ähnlicher Weise beschlossen, 500 Pfund an jeden britischen Bürger zu überweisen, um die Wirtschaft anzukurbeln.

Und als die Nachricht von Johnsons Schritt in die sozialen Medien gelangte, schien Aflalo dafür zu sein und twitterte: „Wie kann man die Räder der Wirtschaft wieder in Gang bringen? So wird es in Großbritannien gemacht“.

In Netanjahus Antwort verglich er die beiden Beiträge von Aflalo, die weniger als eine Woche auseinander lagen, mit den Überschriften „Wenn es Großbritannien tut“ und „Wenn es Netanjahu tut“. Der israelische Premierminister wird für das kritisiert, wofür andere vom gleichen Autor gelobt werden. „Soll das eine objektive Presse sein?“, fragt Netanjahu sarkastisch

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