Netanjahu kritisiert Gaza-Abzug während Gedenkzeremonie

Bei einer speziellen Sitzung in der Knesset zum Gedenken an den ehemaligen Ministerpräsidenten Ariel Sharon kritisierte Ministerpräsident Netanjahu dessen damalige Entscheidung einseitig aus dem Gazastreifen abzuziehen.

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Bei einer speziellen Sitzung in der Knesset zum Gedenken an den ehemaligen Ministerpräsidenten Ariel Sharon kritisierte Ministerpräsident Netanjahu dessen damalige Entscheidung einseitig aus dem Gazastreifen abzuziehen. Diese Sitzung fand zum zweiten Todestag Sharons statt und auch seine beiden Söhne, Omri und Gilad, waren anwesend.

Bei seiner Ansprache sagte Netanjahu, dass der Gaza-Abzug – bei dem sich Israel vollständig aus dem Gazastreifen zurückzog, indem auch alle dortigen jüdischen Siedlungen geräumt wurden – nur den Terrorgruppen in dieser Enklave diente. „Leider brachte uns dieser Schritt der Machtübergabe an die Palästinenser nicht den gewünschten Weg zu einem Frieden sondern gab der Bewaffnung der Terrorgruppen Aufwind.“

Netanjahu lobte jedoch auch Ariel Sharon, der seinerzeit auch der Leiter der Likud-Partei war und später die Splitterpartei Kadima ins Leben rief. „Ariel Sharon hinterließ einen deutlichen Fingerabdruck auf dem Staat Israel. In den 1950er Jahren wurde er berühmt, als er die legendäre Einheit 101 kommandierte, die erfolgreich gegen Terroristen aus Ägypten und dem Sinai vorging. Er förderte Veränderungen in Israels Armee und sprach sich für die Anerkennung der Gründung des jüdischen Staates, um den Juden ihr Recht und die Möglichkeit auf Verteidigung wiederzugeben, aus. Auch heute handeln wir nach diesem Prinzip. Mein Bruder (Joni) und ich wählten es deshalb in Elite-Einheiten zu dienen, wegen den Normen die Arik Sharon in die Armee einbrachte.“

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